Dieser eine Moment reinen Glücks.

Ist es nicht wundervoll, durch die Straßen zu laufen und zu wissen, du bist zur richtigen Zeit am richtigen Ort?
Die lind duftende Abendluft einzuatmen, Vögel zwitschern zu hören, mit einem Lächeln auf dem Gesicht nach Hause zu laufen, mit dem Frühling im Kopf?
Sich über alles und jeden zu freuen, wissen, dass alles einen Sinn hat, ganz egal wie es ausgeht, dass du in diesem Moment glücklich bist, und dein ganzer Körper vor Glück kribbelt?
In diesem Moment weißt du, dass du alles schaffen kannst, ganz egal was du dir vornimmst.
Dass du nur den Mut aufbringen musst, um es anzupacken und es sich von da an, ganz von selbst zusammenfügt.
Dass dein Leben glücklich weitergehen wird, ganz egal, wie viele Tiefschläge du noch vom Schicksal bekommst.
Ganz egal, was es für dich bereithält und über welche Stolpersteine du klettern musst.
Du weißt, die Welt steht dir offen, sie will dich mit allem für sie möglichen verwöhnen, sie will dir all das Glück schenken, dass du in diesem Moment spürst.
Du weißt, dass du noch viel erleben wirst, viel Traurigkeit, Sehnsucht, Schmerz, doch du weißt auch, dass diese kleinen Glücksmomente dich dafür belohnen werden. Für die Tapferkeit mit der du dein Leben durchstehst.

Und du weißt: Die Welt meint es gut mit dir.

Alltagsgeplänkel.

Das gibt es doch nicht. Jetzt darf ich mir so viele schöne (von Oma bezahlte) Sachen bestellen und bei H&M ist doch tatsächlich alles ausverkauft! Ich mein jetzt schon ausverkauft!? Da hätten sie ruhig mehr produzieren können-.- Guter-Laune-Tag adé. Und die hätte ich sehr gut für das Training heute Abend gebrauchen können, unmotiviert wie ich bin. Weiß jemand, ob es da noch eine Chance gibt, dass nachproduziert wird oder sowas in der Art?

Mh, werd ich nächste Woche doch mal in die Stadt müssen. Hoffentlich gilt Oma's Angebot dann trotzdem noch. Dann werd ich mir so einen richtig schönen Shopping-Tag machen, mit hoffentlich ganz viel Ausbeute!

Mehr Zeit bräuchte ich wirklich. Unglaublich, dass die nächsten, sage und schreibe, 3 Wochen bei mir auf den Tag schon wieder ausgebucht sind. Wo soll ich denn da bitte noch die Referate und Schulaufgaben reinquetschen, die anstehen? Achherje. Dazu noch meine überaus große Motivation und das Chaos ist perfekt. Pah, da hat man doch dann wirklich keine Lust mehr. Naja, irgendwie geht die Zeit auch noch rum und dann kann der Sommer kommen=)

So, der nächste Post wird wieder poetischer. Und wer weiß, vielleicht ist ja auch eine kleine Überraschung dabei, auf die mich die liebe Soulmate gebracht hat;)

The Gift



Ich glaube langsam habe ich die Phase des Vermissens überwunden. Ja, ich habe dich vermisst. Und ja, ich habe mich dafür verachtet. Ich wollte dich nie vermissen. Oder vielleicht wollte ich es, aber ich habe es mir nie erlaubt. Und ich habe es mir jetzt auch nur erlaubt, weil ich wusste, dass es das einzige Mal sein würde.

Und weißt du was? Ich bin stolz auf mich! Oh ja ich bin sogar sehr stolz auf mich. Deine komische Sms von Samstag Abend, bei der man meinen könnte, wir hätten nie auch nur ansatzweise so etwas wie eine Beziehung geführt, hat mich nur ein verächtliches Lächeln gekostet. Die Narbe im Herzen ist nicht aufgeplatzt. Nein, ich habe sie sogar im Gegenteil so fest zugenäht, dass sie auch in Zukunft nicht mehr aufplatzen wird. Nicht wegen dir.
Und die Verwirrung, die eigentlich hätte eintreten sollen, nach der Sms von heute, die kam auch nicht. Nein, ich musste sie noch nichtmal zurückdrängen, sie war einfach nicht da.
Und das befreit unglaublich. Zu wissen, dass du keine Macht mehr über mich hast, ist das höchste. Jetzt kann ich dir ganz gleichmütig gegenübertreten, dich anlächeln und dir all das ins Gesicht sagen. All das, was ich dir schon die ganze Zeit sagen wollte. Das Gute wie das Schlechte. Und dabei werde ich lächeln. Dieses Lächeln, dass so viel Abscheu, Gleichgültigkeit, Schmerz, Freude und Verachtung beinhaltet. Das werde ich dir schenken. Und dann werde ich gehen.

I wish you could read this.

Über zwei Monate kenne ich dich jetzt schon. Die Zeit kommt mir länger und kürzer zugleich vor. Kürzer, weil sie so schnell um war, länger, weil sie eine der schönsten bis jetzt war. Auch wenn es mir jetzt erst gegen Ende auffällt.
Ich habe es dir und mir nie leicht gemacht. Wir hatten es aber auch nicht wirklich leicht. Und doch hast du dir so viel Mühe mit mir gegeben. Ja, aber ich habe es verspielt. Wie ich es immer verspiele. Es tut mir leid. Für dich, wegen der verlorenen Zeit und dem Mehr an Verwirrtheit. Für mich, weil ich etwas kostbares verspielt habe.
Es hätte klappen können. Ich hätte mich verlieben können. Ich mag dich schon zu sehr, als dass es nur auf Freundschaft aus geht. Ich hätte es gerne weitergeführt, aber gleichzeitig habe ich es auch beendet.

Ich würde diese Zeit am liebsten wegstecken. Vergraben in die hinsterste Ecke meines Herzens, da, wo auch schon M. liegt. Vergraben, vergessen, verdrängen. Nie wieder rausholen. Nie wieder nachdenken. Nie wieder Hoffen. Ein sauberer Schnitt, dann fließt auch kein Blut. Und keine Tränen.
Doch irgendetwas in mir sagt, dass ich das noch nicht kann. Dass eine winzige, verkappte Hoffnung noch da ist, die sich dich wünscht. Mit allem. Die denkt, irgendwann vielleicht einmal.
Aber ich weiß doch, dass du nicht willst. Und keine Angst, ich werde sie zum Schweigen bringen. Ich werde dich damit nicht belästigen.

Ja, gerade jetzt, wo ich dieses zarte Pflänzchen in mir wieder entdeckt habe, nachdem es eine sehr lange Zeit von dunkler, schwarzer Erde bedeckt war, jetzt muss ich es wieder zuschütten. Eigenhändig, mit frischer, schwarzer Erde.
Ich will es auch nicht wieder ausgraben. Nicht in nächster Zeit, am besten gar nicht mehr. Es wird mich an dich erinnern. Immer und immer wieder, wenn ich es anschaue.
Ich werde mich auf das Wesentliche konzentrieren. Auf Schule und Theater. Ich will weiterkommen, werde ehrgeizig sein. Werde es schaffen. Daran besteht kein Zweifel.

Wie heißt es so schön? "Pech in der Liebe, Glück im Spiel" Ich deute Spiel jetzt einfach mal als Beruf. Oder auch als alles andere, was nicht mit Liebe zu tun hat. Dann trifft dieser Spruch vollkommen auf mich zu. Ich habe in allem Erfolg, das ich mir vornehme. Nur die Liebe, die mag mich nicht.

Du hast die Angst geschürt. Die Angst in mir, die lodert wie ein Feuer. Mit tausend Flammenfinger greift sie nach dem zarten Pflänzchen. Deswegen muss ich es mit Erde verschütten. Es schützen. Es nie wieder rausholen. Dich vergessen, ihn vergessen. Nie wieder jemanden daranlassen.

Ich wünschte, du könntest das lesen. Ich wünschte ich könnte dir all dies sagen. All diese Dinge von der Seele reden. Mich frei reden. Mich leer reden. Bis nichts mehr da ist. Dir alles anvertrauen.
Das würde es leichter machen. Wenn du alles weißt, könntest du mir die Hoffnung nehmen. Dann wäre es leichter. Viel leichter.

Goodbye, my love.


 Du sagtest zu mir, du würdest alles machen, damit das in Erfüllung geht. 
Und dann machtest du Schluss.

Du wusstest es.


Zu wissen, dass es falsch ist, ist das eine. Es trotzdem zu tun, ist was ganz anderes.
Ihn zu vermissen, obwohl man weiß, man könnte es verdrängen, wegsperren, sich selbst glücklich machen, indem man ihn vergisst, ist reinste Dummheit. Dummheit und Selbstfolter.
Was sagte er bei unserem letzten Telefonat? "J., kann es sein, dass du leicht masochistisch angehaucht bist?".
Ja, A. wahrscheinlich hast du recht. Nicht nur bei Handball wie du meinst, nein auch bei all die anderen Sachen, die ich tue, könnte man einen masochistischen Touch finden. Auch bei dir. Aber das weist du ja selbst am besten.
Du spielst mit mir. Oder ist das wieder unbewusst, wie das andere? Egal. Ich spiele mit. Ich lasse mit mir spielen.


Ich will einmal in meinem Leben so richtig naiv sein dürfen. Ich bin es sonst nie. Mein Realitätssinn bewahrt mich davor. Doch einmal möchte ich es sein. Bei dir möchte ich es sein. Ich möchte dir hinterher rennen und um dich kämpfen wollen. Einen aussichtslosen Kampf führen. Dich vermissen, deinen Geruch, deine Berührungen, deinen Blick, alles vermissen. Mit Tränen in den Augen, an die Zeit zurückdenken. Hoffnungen ausmalen, die nur Phantasie bleiben. Hass auf sie verspüren und dich einfach nur zurücksehnen.

Ja, das möchte ich. Heute und für alle Zeit. Dich, aber für immer. Langsam weiß ich es. Du bist es. Du bist der Richtige, mit dem ich meine nächsten Jahre verbringen will. Nicht alle meine Jahre, nein nein, das wäre zuviel. Aber ein paar. Meine Jugendjahre. Meine Jugendliebe.

Ich will dir soviel schenken, doch du schmeißt es weg. Mit spitzen Fingern betrachtest du es, und verziehst das Gesicht. Schmeißt es auf den Boden, trampelst darauf herum, und belächelst es. Willst mir nicht glauben, doch bist selbst nur Trugschemen.
Mit Absicht führtest du mich in diesem Raum. Den Raum der Glückseligkeit, nanntest du ihn. Zeigtest mir alle Winkel und Ecken, führtest mich rum, ließest mich erahnen, wie es sein kann in diesem Raum zu leben. Und dann, als ich gerade bereit war, hast du mich brutal aus dem Raum gestumbt. Dabei einmal dreckig gelacht und dich umgedreht, um die Tür zu verschließen.
Du wolltest mir nicht zeigen, was ich tun müsste, um wieder rein zu dürfen in diesen Raum.
Du hast mich süchtig gemacht. Mit voller Absicht. Du wusstest was nötig war, um das kleine Pflänzchen gedeihen zu lassen. Und du wusstest, ab wann du es vernachlässigen musstest, damit es zu Unkraut wird.
Jetzt wuchert das Unkraut in meinem Inneren und zerstört mich von Innen heraus. Nur dieser Raum kann mich retten. Nur in diesem Raum, kann ich Erholung finden. Beruhigung. Balsam für die Seele.

Du wusstest es.

Es ist die Angst

Es ist die Angst zu spüren, dass du mir doch mehr bedeutest, als ich wahr haben will. 
Es ist die Angst zu wissen, dich zu verlieren. 
Es ist die Angst die der Unenschiedenheit trotz. 
Es ist die Angst, die die Hoffnung erlischt. 
Es ist die Angst, die mich spüren lässt, dass ich dich vermisse. 
Es ist die Angst, die mir zuflüstert aufzuhören. 
Es ist die Angst, die weiß, dass ich wieder verletzt werde. 
Es ist die Angst, die schreien will, doch der ich den Mund verbiete. 
Es ist die Angst, weil sie es weiß. 
Weil sie es schon immer wusste, weil sie es immer wissen wird..
Instinktiv, ein Hauch von einem Gefühl.  
Angst.


Sprechen wir lieber wieder über dich.

Ich hasse diese unterschwellige Wut in mir drinnen. Diese Wut auf dich, weil du schon wieder einfach so tust, als wär alles in Ordnung. Alles in Ordnung? - Nein, ganz bestimmt nicht. Glaubst du wirklich bloß weil ich mich nocheinmal auf dich eingelassen habe, verzeih ich dir alles? Wie wäre es denn mal mit einem klärenden Gespräch, mein Lieber?
Noch am Dienstag hast du so getan, als wäre alles vorbei. Als würden wir uns nur noch spärlich sehen. Ein Treffen durch Zufall oder weil dein Ehrgefühl es dir mal wieder sagt. Wie nett.
Aber gut, damit hätte ich mich abgefunden. Wie mit so vielem. Ich finde mich ja schließlich mit allem ab, was du tust.
Aber dann das. Freitag hätte nicht sein müssen. Das weißt du. Das weißt du so genau. Aber warum auf andere Acht geben, wenn man doch egoistisch sein kann? Ja, warum bloß.

Pah, noch nicht mal eine Woche hältst du's aus. Deine "Trennung". Aber du warst es schließlich, der das wollte. Der noch etwas für seine Ex empfunden hat. Du, du, du. 
Gut, wenn immer alles nach dir laufen soll, Darling, dann trägst verdammt nochmal du die Verantwortung.
Dann hättest du soviel Verstand besitzen sollen, um es zu verhindern.
Ich bin schließlich nur dieses naive, kleine Mädchen, dass sich auf dich eingelassen hat. Und du derjenige, der mich verarscht hat. Von Grund auf.
Was glaubst du denn bitte, warum meine Freundinnen alle so wütend auf dich sind? Warum sie dich am Freitag so angefahren haben? Weil du immer so lieb und nett zu mir warst?
Sie finden sich nicht mit allem ab was du tust. Ich sollte ein bisschen mehr wie sie sein. Aber das bin ich nunmal nicht.
Genau deswegen, weil ich nicht so bin, sind wir überhaupt zusammengekommen. Zusammengeblieben. Ich möchte das Mädchen sehen, dass dir soviel hätte durchgehen lassen. Dass dich genommen hätte, unter diesen beschissenen Umständen. Dass trotz alledem so viel für dich machen würde.
Du kannst von Glück reden, dass ich so tolerant bin. Und vor allem nicht eifersüchtig.
Oh ja, mein Lieber, so viele hätten dich schon auf den Mond geschossen.

Du versinkst ja fast schon im Selbstmitleid. Verdammt, es gibt auch andere Leute, die verletzt wurden. Beispielsweise von dir. Und dann redest du immer und immer noch davon, dass sie dich ja so verletzt hat.
Danke, ist ja nicht so, dass ich Gefühle hätte oder so.
Aber dir ist das ja egal. Und ich dachte anfangs wirklich, du könntest mich verstehen. Schließlich bist du ja schon so "reif und erwachsen", ha und ich bin ja noch so "jung und unerfahren".
Genau Liebster. Vollkommen richtig. Ich würde gern mal wissen, wie du mit dem ganzen Scheiß umgegangen wärst, den ich schon durchgemacht habe. Du hättest es bestimmt super gemeistert. Nicht. 

Aber lassen wir das Thema. Sprechen wir lieber wieder über dich. Ich habe ja nicht so viel erlebt, wie du. Ich habe auch nicht so viel durchgemacht, wie du. Meine Lebenserfahrung ist im Gegensatz zu deiner, winzig. Und die Intensität meiner Gefühle, kann sich gar nicht so weiten, wie bei den deinen. Also warum länger über mich reden? Sprechen wir lieber wieder über dich.

Teil 4: Alles kehrt sich

Nach dem DVD-Abend bei mir, bei dem noch alles in Ordnung war, kam Halloween.
Es war Mittwoch und L. und ich gingen nach H. wo M. und seine Kumpels eine Halloweenfeier gaben.
Alkohol, Tanzen, Jungs, rummachende Pärchen, Streit, Tränen, Versöhnung. Das volle Programm.

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Ich hatte wiedermal meine (damals noch kleine) Grenze erreicht, und fühlte mich ausgelaugt und deprimiert. Ich saß an der Bar und musste wohl ein ziemlich jämmerliches Bildnis abgegeben haben, jedenfalls sprachen mich zwei Mädchen an, warum ich denn so traurig wäre. Naja, und wie meine Dummheit es eben so wollte, erzählte ich ihnen von M., dass ich nicht wusste woran ich mit ihm war und dass er sich den ganzen Abend schon so komisch verhielt mir gegenüber.
Und ja, dass war das erste Zeichen an diesem Abend. Er war.. zurückhaltend. Aber trotzdem nett. Nicht so wie am übernächsten Tag.
Für mich war das natürlich fast schon ein Weltuntergang. Eine verspätete Reaktion auf unsere beiden Abende.
Und ich wusste nicht damit umzugehen.

Dummerweise waren diese beiden Mädchen, denen ich mich so frank und frei anvertraut hatte, auch noch Freundinnen von M. Ich hatte natürlich mal wieder übermäßiges Glück. Ha ha.
Sie zwangen mich fast dazu, mit ihm zu reden, da er ja Interesse an mir haben würde, und ich mich einfach nur mal trauen sollte.

Also gut, kraft des Alkohols und der fürsorglichen Zusprache dieser beiden Mädchen, ging ich zu ihm und forderte ihn auf mit mir zu kommen. Oh ja, ich forderte ihn auf, ich war wütend, ich war sauer, ich war ungehalten.
Und in eben diesem Ton sprach ich dann auch mit ihm. Oh ja, J. ein großer Fehler war das.
Nun ja, ich war jung, naiv und betrunken.

Das Ergebnis dieses Gesprächs war, dass er durchaus Interesse an mir hätte, ihm diese beiden Abende auch etwas bedeutet haben, aber das alles einfach der falsche Zeitpunkt war.
"Wenn ich gewusst hätte, J., dass dir das alles soviel bedeutete, dass du solche Gefühle für mich hast, dann hätte ich das doch nicht getan. Ich wollte dir nicht wehtun, weist du. Ich war egoistisch. Ich wollte dich, aber ich dachte nicht an die Folgen, die dir daraus entstanden."
Danach umarmte er mich noch einmal, und ging.



Ich stand da, und und brach doch gleichzeitig innerlich zusammen. Es riss mir förmlich die Bauchdecke auf und alles wollte entfliehen, wollte diesen Schmerz nicht mehr ertragen, dass dieses Herz, das in mir pumpte, als wäre ich nahe am sterben, ausschüttete. Ich konnte nicht mehr aufrecht stehen, konnte nicht mehr klar denken, war traurig, am Boden und wütend zugleich.
"Aber er will mich doch. Er will mich doch. Warum tut er das, wenn er mich doch will?"
"Er hat mich ausgenutzt"
"Er wollte das gar nicht, ihm hat es nicht so viel bedeutet wie dir."
"Was ein A****"

Ja, und diese Gedanken sollten sich bewahrheiten. Ich weiß bis heute nicht warum er danach so war. Ob er es sich von seinen "Freunden" abgeschaut hat, oder ob er wirklich so ist. Aber das glaube ich nicht, dass kann und will ich nicht glauben. So ist er nicht. Nicht M.

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Teil 1: Wie alles begann | Der erste Kuss - R. 
Teil 2: M. - Meine Liebe.
Teil 3: Die gute Woche + M.

Bestes Ferienende würde ich mal behaupten. Nicht.

Ich brauch mir gar nicht einreden, dass ich das gestern gebraucht hab. Und ich muss mir auch nicht wie ein Mantra vorsagen, dass es alle auch so gemacht hätten.
Verdammt, verdammt, verdammt. Ich weiß, dass es mir nicht gut tun wird in nächster Zeit, und ich mach's doch.
Ich weiß doch, wie er über die ganze Sache denkt, und eine gemeinsam verbrachte Nacht wird daran auch nichts ändern. War ich wirklich so naiv zu denken, dass wir jetzt wieder zusammen sind?
Nein war ich nicht, aber trotzdem. Einmal nur für ein paar Stunden zu denken, es wäre wieder alles in Ordnung, dafür gibt man doch viel, nicht wahr?
Ich weiß noch nicht mal, was er jetzt von der ganzen Sache denkt. Keine Zeit mehr gehabt, um es anzusprechen.
Naja, vielleicht war's besser so.
Und heut Abend geh ich nicht mit ihm weg grillen. Kommt ja sonst total "hinterherlaufmässig" an. Außerdem gehts mir beschissen. Blöder Alkohol, blöde Selbstvorwürfe.

Ein kleiner Teil von mir sagt sich ja immer wieder, dass ich ihn eh nicht brauche. Ich bin auch als Single glücklich, und das meine ich vollkommen ernst. Nur ist es eben doch schön einen Freund zu haben.
Aber keinen Freund, der dauernd an seine Ex denkt. Und außerdem weiß ich ja gar nicht ob ich ihn überhaupt noch will. (Natürlich will ich ihn, aber irgendwie muss ich mir ja Mut zusprechen. haha.)

Alles blöd mal wieder. Vorsatz: Für die nächsten .. mh sagen wir zwei, drei Wochen keinen Alkohol! Ja, bin sowieso viel zu beschäftigt. Ach, was bin ich doch für ein Muster an Tugend.

Ich könnte mir dafür selbst so in den Arsch treten. Mist, Mist, Mist.

Überraschungsanruf.

Schon komisch wie schnell sich ein Mensch verändern kann.
Noch vor ein paar Wochen hätte mich dieser Anruf von dir in völlige Verwirrtheit gestürzt.
Ich hätte mich gefragt, was es zu bedeuten hätte, ob du doch noch oder überhaupt Gefühle für mich hättest, und in alles etwas hineininterpretiert.
Doch jetzt nehme ich ihn gelassen hin, ja ich freue mich richtig, dass du an mich gedacht hast und ja irgendwie auch, dass du den Kontakt halten willst.
Schließlich hätte ich es nicht erwartet. Nicht nach diesem Gespräch, nicht nach diesem Abgang von dir.
Und wenn du mir nicht zeigen würdest, dass du noch wirklich Kontakt halten willst, hätte ich mich wahrscheinlich auch nicht gemeldet.
Vielleicht eine kurze Sms in ein, zwei Wochen, aber mehr wäre nicht gekommen.
Du weißt, dazu reicht mir die Kraft momentan nicht.
Ich habe so viel nebenher zu tun, noch so viel mehr Freunde, die von mir hören wollen oder etwas mit mir machen wollen.
Und ich hätte es wahrscheinlich auch nicht wirklich gewollt. Weil es definitiv leichter ist ohne diesen Kontakt.

Aber falls es gehen würde, falls wir wirklich eine Freundschaft aufbauen könnten, würde ich das gerne annehmen. Als Geschenk. So eine richtig, gute Freundschaft. Für die würde ich sogar etwas opfern.

Aber ob es klappt? Wir wissen es beide nicht. Mal schauen, wie es sich entwickelt, alles.
Aber danke A., danke, dass du mir gezeigt hast, dass ich dir doch wenigstens ein kleines bisschen etwas bedeute/bedeutet habe. Das rechne ich dir hoch an.

"Manchmal bin ich ziemlich hautlos und verletzbar"

Wow.
Ich hatte gerade meine erste Unterrichtsstunde (Schauspiel). Und ich hätte mit allem gerechnet, nur nicht damit.
Wir sind da zu dritt, also ich und noch zwei andere Mädchen. Erst Vorstellungsrunde, und dann hat T. (unser Lehrer) uns erstmal gesagt, was eigentlich alles so drankommt und was wir eben alles lernen.
Dann die erste Übung. Bodycheck, zur Verstärkung der eigenen Präsenz, zur besseren eigenen Selbstwahrnehmung, oder auch einfach Selbstbewusstseinsübung.
Ich wollte natürlich ganz fleißig und arbeitsbereit voll in diese Übung einsteigen, als ich erstmal innerlich zusammenzuckte. Es war wie ein Stromschlag durch den ganzen Körper. Ich hab' mich gefühlt als würd ich vollkommen nackt dastehen, aber nicht nur ohne Kleidung, sondern bis auf die Seele nackt entblößt.
Ich hab mich so schutz- und hilflos gefühlt, das ist überhaupt nicht vorstellbar.
Ich musste mich wirklich zusammenreißen um nicht die Übung abzubrechen.
Aber es war wirklich eine einschneidende Erfahrung irgendwie. Auch wenn das jetzt ziemlich lahm klingt, im Gegensatz dazu, was ich eigentlich wirklich beschreiben will.

T. meinte, es wäre ganz normal, was ich gefühlt habe. Dass das, das Wesen der Schauspielerei sei. Seine Seele frei zu legen um sich die äußeren Umstände unter denen man eine andere Figur spielt anzuziehen, aber sich dabei nicht selbst verliert, sondern sich mit anderen Eckdaten spielt, sozusagen. Komisch, irgendwie. Aber auch befreiend. Jedenfalls fühle ich mich jetzt gerade sehr befreit. Und ich bin wirklich gespannt wie's weitergeht. Schade, dass wir nur einmal die Woche Unterricht haben. Naja, es gibt auch noch anderes im Leben momentan.

"Glück ist, wenn man weiß, man tut gerade genau das Richtige."

- Erkenntnis des Tages.

Your Heart is telling you, what to do.



Mir wird in letzter Zeit immer bewusster wie gut ich es eigentlich habe. Ich habe seit meiner Kindheit, seit ich denken kann, ein Ziel vor Augen. Ich wusste schon immer, was ich machen will wenn ich mal groß bin.
Ich frage mich zwar heute noch oft, warum ich eigentlich auf Schauspielerei kam, aber so wichtig ist das nun auch wieder nicht. Ich weiß nur, dass das mein Wunsch ist. Mein Herzenswunsch. 
Mit jedem Film den ich schaue (naja gut, ich schaue mir lieber die Making-Offs an, als die eigentlichen Filme;)) wird meine Sehnsucht größer. Film, Theater whatever. Irgendwas mit Schauspielerei.

Morgen beginnt die erste Unterrichtsstunde. Ich kann gar nicht beschreiben wie sehr ich mich freue.
Hätte mir jemand vor einem halben Jahr gesagt, dass ich bald Schauspielerunterricht kriege, ich hätte laut aufgelacht und es als Unsinn abgetan.
Es hat sich soviel verändert. Und ich bin so glücklich damit. Die Zweifel sind verschwunden. Und ich hoffe sie kommen nicht mehr wieder.
Es ist eines der schlimmsten Dinge, den eigenen Herzenswunsch, den man schon immer, schon wirklich immer hatte, anzweifeln zu müssen. Das hat mir schon fast körperliche Schmerzen zugefügt.
Aber das Glück meint es momentan gut mit mir. Danke.
Und danke, dass ich weiß was ich machen will.
Dass ich nicht, wie so viele andere aus meinem Freundeskreis, verzweifelt nach einem Beruf suche.
Ein Beruf, der mich ausfüllt. Den ich mein Leben lang machen will. Der meinen Fähigkeiten entspricht.
Ich bin froh dieses Ziel zu haben, und mir nicht erst noch eines suchen zu müssen.

Ich kriege das auch öfters von Freunden zu hören, dass sie mich darum beneiden. Weil ich weiß, was ich will. Weil viele das nicht wissen. Ich würde ihnen gerne helfen. Aber das muss man schließlich selber entscheiden.
Wahrscheinlich wird es schwer. Aber ich hoffe sie werden alle was finden. Etwas, das sie glücklich macht.
Es war gut so, mehr kann ich dazu nicht sagen. 
Verdammt, diese Sehnsucht wird einfach weggesteckt, in eine kleine Schublade, ganz, ganz weit unten in den Tiefen meines Herzens. Schlüssel rumgedreht, weggeworfen ins weite, weite Meer. Nie wieder daran gedacht. Nie wieder rausgelassen.
Und das ist gut so.

(Bildliche Verinnerlichung und so - versteht jemand was ich meine?)

Hanni und Nanni kommen in die Kinos.


Heute kam im Kino die Vorschau für einen neuen Film.
Hanni und Nanni.
Ich dachte erst "Nein wie geil, Hanni und Nanni wird verfilmt - den muss ich auf jeden Fall sehen"
Doch der Trailer dazu - naja nicht wirklich mein Fall.

Ich meine, die verfilmen da Hanni und Nanni. Wer hat nicht als kleines Mädchen von einem Leben, wie die beiden es geführt haben in Lindenhof geträumt? Ich jedenfalls habe es.
Hanni und Nanni, das ist Kult. Standard-Mädchenbuch seit Generationen. Ich würds heute noch lesen.

Und ich finde für das alles, ist es viel zu modern verfilmt. Und zu unpassend. Und .. ach ich weiß auch nicht. Das ist nicht Hanni und Nanni, dass ist höchstens eine moderne Satire über diese beiden süße Zwillinge.

Aber naja, wir wollen ja schließlich keine Vorurteile haben. Aber eins weiß ich, den Film muss ich auf jeden Fall sehen. Auch wenn er schlecht wird.

Vorsätze, Prinzipien - Veränderungen.

Ja, ich weiß, ich nehm es mir wahrscheinlich schon zum tausendsten Mal vor.
Aber es gibt mir wenigsten ein einigermaßen gutes Gefühl. Dass ich doch wenigstens irgendwas mache. Irgendwas verändere.
Aber irgendwie habe ich auch das Gefühl, dass es diesmal anders sein könnte. Dass ich es diesmal nicht nur so richtig, richtig ernst meine, sondern es auch durchhalten kann.
Das hat schon mit heute Abend angefangen.
Meine Beste wollte mit mir in nen Club gehen. Party, Alkohol, alle sind da. Aber nein, ich wollte mir heute nicht meinen Frust wegsaufen oder mir irgendeinen Kerl schnappen um A. zu vergessen. Oder ihm wenigstens zu zeigen, dass ich doch jeden haben kann, wenn ich nur will. (Okay, er hätte es nicht gesehen, aber mir hätte es ein klitzekleines Gefühl von Selbstvertrauen und Befriedigung meiner Wut gegeben - das wird doch noch erlaubt sein)
Jedenfalls sitze ich jetzt hier daheim, statt im Club zu tanzen und mit heißen Kerlen zu flirten.
Ich nehm mir meine schönen neuen Vorsätze vor, trauere heute Abend noch ein bisschen um A. und werde dann morgen gestärkt und ohne (sowieso nie vorhandenen) Kater in den Tag starten.
Dann ist A. Geschichte und ich kann dort weitermachen, wo er mich unterbrochen hat.

Okay, ganz ehrlich, ich würde momentan sehr, sehr viel für so einen heißen Kerl neben mir geben. Aber Frau hat ja ab heute Prinzipien.

Hier also meine neusten Vorsätze:
  • Mich schön brav auf die Schule konzentrieren. Viel lernen. Und dieses Jahr einen möglichst guten Schnitt rausholen.
  • Viel Engagement in der Theatergruppe zeigen. Ich muss mich ja schließlich hocharbeiten. Außerdem gewissenhaft dem Schauspielunterricht folgen. 
  • Nein, ich werde keine Beziehung haben wollen. Nein, ich lasse die Finger von Kerlen, und nein, ich werde in nächster Zeit auch nicht mit irgendwem anbendeln oder rummachen. Nein, nein, nein. (Einhaltung sehr wichtig. Wahrscheinlich aber auch sehr schwierig.)
  • Meinen selbstausgearbeiteten Fitnessplan befolgen. Endlich mal den inneren Schweinehund besiegen. Und ein bisschen langsamer tun mit dem Essen. - Das in letzter Zeit war doch ein bisschen zu viel. 
  • Ja, und der übliche Kram. Geld sparen, viel trinken, Prinzipien einhalten, und sich nicht immer in diese dumm-peinlichen Situationen bringen
  • Achja, ich vergaß - ich sollte mich wahrscheinlich auch ein bisschen mehr um meine Freunde kümmern. In der letzten Zeit Vernachlässigung aufgrund von Zeitmangel. 
  • [EDIT:] Mehr Wert auf Kleinigkeiten legen. Mir mehr Zeit geben. Schwerpunkte verlagern. 
Jaja, ich werde mich brav in Demut üben und versuchen das alles einzuhalten. Wäre ja gelacht, wenn ich das nicht schaffe. 


Mal sehen wer zuletzt lacht...

Hass, Sehnsucht, Liebe.

Ich hasse dich.
Dafür, dass du genau wusstest, was du tatst.
Dafür, dass du mir willentlich weh getan hast.
Dafür, dass ich dir alles erzählt habe.
Dafür, dass ich dir so sehr vertraut habe.
Dafür, dass du wusstest, dass ich nur eine Chance hatte, mich zu öffnen und mich jemanden anzuvertrauen.
Und dafür, dass du wissentlich diese Chance verspielt hast.
Ich hätte das nicht geglaubt.
Nicht von dir. Du hast dich doch immer so ehrenwert verhalten und gegeben.

Warum musste dass alles sein? Warum hast du das getan? Macht es dir Spaß mich leiden zu sehen?
Und das heute. Das hätte wirklich nicht sein müssen. Verdammt, mit jeder deiner beschissenen Gesten hast du mir neue Hoffnung gegeben. Du wolltest mich sogar fast küssen!?
Und trotzdem es gibt keine Hoffnung für uns. Was du mir ja eindrucksvoll erwiesen hast, am Ende.
Oh ich hasse dich so. Für all das und noch viel mehr.

Aber am meisten hasse ich dich dafür, dass du mir gezeigt hast, wie schön es sein kann einen Partner an seiner Seite zu haben. Das kannte ich früher nicht, dieses Gefühl. Jedenfalls nicht so. Das andere war immer alles oberflächlich. Das mit dir war anders.
Und du hast in mir diese Sehnsucht geweckt. Ohne sie hätte ich weiter leben können wie früher, mir hätte nichts gefehlt. Doch jetzt habe ich immer diese Sehnsucht, nach einer Beziehung.
Dafür hasse ich dich.

Ganz hassen kann ich dich jedocht nicht. Weil du mir irgendwo mal was bedeutet hast. Irgendwann, irgendwie. Das geht nicht einfach so weg.

"Du wirst den vergessen, wegem dem du gelacht hast. Aber du wirst nie den vergessen, wegen dem du geweint hast." 

Und weißt du was? Das stimmt, ich werde dich ganz bestimmt nicht vergessen. Wegen dir habe ich nämlich geweint. Das erste Mal seit Jahren. Aber das hat dich ja nicht interessiert. Hat dich überhaupt jemals was wirklich interessiert? Oder hast du nur so getan?

Naja, ist ja jetzt auch egal. Ich hab daraus viel gelernt. Und ich werde das Gelernte anwenden. Ohja, darauf kannst du Gift nehmen. Und wenn wir uns irgendwann mal wieder sehen, werde ich dir zeigen, was du verlassen hast. Was dir entgangen ist. Und ich hoffe ich werde dir dann zeigen können, was es bedeutet hat, eine Hass-Liebe zu führen.


Adieu, ich wünsch dir alles Gute, Liebster. 

"Und hoffen wir das alles rechtens geht,
Man im neuen Rock, nicht um den alten fleht"
- Macbeth, Shakespeare

Wut - befreiende Wut.

Ich wusste dass es so kommt. Ich meine ich war ja schon beunruhigt (und natürlich mal wieder voller Hoffnungen) weil er es nicht sofort geändert hat.
Aber das jetzt zu sehen, schwarz auf weiß, und dann noch so. Das hat irgendwas in mir ausgelöst. In diesem Moment hatte ich mit ihm abgeschlossen. Jedenfalls vorerst. Ich werde mich vor ihm ganz bestimmt nicht mehr erniedrigen oder ihm irgendwelche Genugtuung verschaffen.

Ich werde ihm heute zeigen, dass ich auch anders kann.
Ich werde ihm heute zeigen, was er von sich weggestoßen hat.
Ich werde ihm heute zeigen, was er hätte haben können.

Oh ja mein Lieber, und ich hoffe du bereust, ich hoffe so sehr, du bereust das was du getan hast.
Und dann werde ich mich mit einem triumphierenden Lächeln im Gesicht umdrehen und gehen.

Innerlich zerreist es dich. Innerlich spaltet es dich in zwei Hälften. Innerlich hast du Angst. Innerlich hast du Hoffnung. Innerlich willst du nicht weitermachen. Innerlich willst du dich fallen lassen und nie wieder aufstehen.

Doch äußerlich musst du stark sein. Äußerlich musst du ein Lächeln zeigen. Äußerlich musst du Verständnis für ihn zeigen und dich zurück stellen. Äußerlich musst du lügen.

Nur innerlich darfst du die Wahrheit zeigen. Innerlich darfst du weinen und wüten.

Die Sehnsucht bleibt in dir. Die Sehnsucht darf nicht raus. Verleugne sie, es wird das beste sein. Verleugne sie und zeige wie stark du bist. Verleugne sie und alle werden dich bewundern.
Doch pass auf. Denn verleugnest du sie, balancierst du auf dem schmalen Grad der Selbstverleugnung. Und das, darf nie passieren.

Gespräch des Herzens

"Du dummes Herz. Schlägst immer noch wie verrückt, obwohl sein Anruf nun schon fast 'ne Stunde her ist. 
Ja, dumm und naiv bist du. So hätte ich dich gar nicht eingeschätzt. 
Ich dachte, ich hätte dir beigebracht, was es für Konsequenzen hat. 
Glaubst du mir denn immer noch nicht?
Langsam sollte dir klar sein, dass dir Jungs nur Probleme einbringen.
Du weißt was dir dein Bruder Verstand rät. 

Hör auf ihm nachzutrauern, mach dir keine Hoffnungen, und wehe du kommst mir morgen in die Quere! 
Dann gibt es Ärger, und zwar nicht zu knapp. 
Morgen muss klappen, morgen muss gut werden. 
Und du wirst erstmal Ruhepause haben. Denn dein Bruder Verstand wird das morgen alles regeln. 
Er muss wieder ausbaden, was du dir und uns in deiner Zügellosigkeit eingebrockt hast. 
Es wäre doch so viel besser ohne ihn, verstehst du das denn nicht?
Was findest du nur an ihm? Du hast doch schon genug erlebt, mein Herz. Bist du denn nicht wenigstens ein bisschen schlauer geworden?"


A wise girl..

Das Gespräch gestern mit meiner Besten hat mir gut getan.
Ich wusste alles zwar schon vorher, aber es ist erleichternd mit einer anderen Person alles noch einmal bis ins kleinste Detail auszudiskutieren.
Die Empörung in ihrer Stimme, als ich ihr das erzählt habe, tat irgendwie gut.
Ich weiß, wie sie darüber denkt. Es ist schon richtig so. Doch ich könnte wahrscheinlich nie so darüber denken.
Dafür mag ich ihn zu sehr. Aber es ist richtig es von ihr nochmal zu hören. So kann ich wenigstens einen kleinen Teil der Schuld von mir abladen.
Bestätigt hat sie mich auch nochmal. Wegen Dienstag. Wegen Kino.

A. mit dem ich vor eineinhalb Monaten zusammengekommen bin, hat am Freitag Schluss gemacht. Oder wir haben uns getrennt, what ever. Er hat mir von Anfang an gesagt, dass er noch sehr an seiner Ex hängt.
Ich habe mich darauf eingelassen. Wie Naiv von mir, zu glauben ich könnte es durchhalten. Dieses - es ist nur ein bisschen Spaß, du entwickelst keine Gefühle und er hängt an seiner Ex; passt doch -.
Nein, natürlich hänge ich an ihm, auch nach dieser "kurzen" Zeit. Er hat mir das Gefühl gegeben, dass ich mich irgendwann doch wieder verlieben kann. Dass er derjenige ist, in den ich mich verlieben kann.

Aber ich habe mich ihm gegenüber nicht gut benommen. Ich weiß das. Aber es ging teilweise gar nicht anders.
Ich war sehr zurückhaltend, habe ihm nur wenig gesagt, ich wollte dass er es von selber herausfindet. Ich war oft traurig und melanchonisch in letzter Zeit. Und es tut mir leid, dass ich es ihm so schwer gemacht habe.
Aber ich habe gemerkt, dass es mich nicht wirklich kalt lässt, zu wissen, dass er an sie denkt, wenn er bei mir ist.
Und doch hatte ich die Hoffnung, dass etwas festes daraus wird. Weil er das so gewollt hat. Weil er mich das hat fühlen lassen. Er hat mich sogar gefragt, ob ich mit ihm im Sommer in den Urlaub fahren will, er hat mich seinen Eltern und seiner Familie vorgestellt, er hat mich gefragt, ob ich mit seinem kleinen Patenkind ins Kino gehen will (das hat er ihm zu Weihnachten geschenkt). All diese Sachen haben mich glauben lassen, dass er es ernst meint. Und dass er einigermaßen über sie hinweg ist. Und es mit mir probieren will.

In der letzten Woche wollte ich also auf ihn zugehen. Es ihm leichter machen. Mich fallen lassen. Ihm vertrauen. Unsere Beziehung hätte .. naja hätte wahrscheinlich eine andere Ebene erreicht.
Doch er war so komisch. So zurückhaltend, reserviert, auf Abstand bedacht.
Ich habe mich natürlich sofort wieder zurückgezogen, blockiert.

Und Freitag waren wir dann Bowlen. Mit meiner Besten und ihrem Freund. War ganz lustig, ja. Danach war er bei mir. Wir hatten ein ganz normales Gespräch, er sagte sogar noch zu mir, er wünschte sich, derjenige zu sein, ihn den ich mich das erste Mal wieder verlieben würde.
Wäre ganz süß gewesen dieser Satz, wäre nicht das andere Gespräch danach gewesen.

Ich habe ihn auf seine Ex angesprochen. Und ob er denkt, dass es wirklich gut ist, jetzt keinen Kontakt mehr zu ihr zu haben. Er hat schließlich noch (viel zu) oft von ihr geredet. Und er war ganz sicher noch nicht über sie hinweg. Nicht in drei Monaten. Nicht nach einer 2 1/2-jährigen Beziehung.
Und ich hatte recht. Er hat mir erzählt wie sehr er noch an ihr hängt. Dass er versuchen wollte, diese unendliche Leere, wie er es ausdrückte, zu füllen. Ich sei kein Lückenfüller, meinte er, er sehnte sich nur nach der Trennung so sehr nach einer Beziehung. Na, da kam ich ja gerade recht.
Er sagte, er wollte nochmal so eine Beziehung wie mir ihr. Doch dass das ja natürlich nicht ginge.
Und am Ende kam es soweit, meinte er, es wäre besser, wenn wir Freunde blieben in nächster Zeit.
Ich fragte, ob er noch eine Chance sehe für uns, irgendwann, wenn er über sie hinweg war, ob er mich dann noch wollen würde.
Ja, durchaus, aber er bräuchte jetzt erstmal ein bisschen Zeit.

Und dann ging er. Und ich weinte. Ich weinte befreiende Tränen. Und umarmte ihn ein letztes Mal. Ein geflüstertes "Tut mir leid" drang noch zu mir hindurch. Dann war es still. Unheimliche Stille, die nicht weichen wollte. Nur mein Schluchzen war zu hören. Und ich schwor mir eins: Niemals sollte mich nocheinmal ein Kerl so erniedrigt sehen. Ich würde niemals mehr für einen Kerl weinen, solange er mich sehen könnte. Niemals.

Dienstag gehen wir wahrscheinlich ins Kino. Und er hat sein vergeben noch nicht raus gemacht. Und ich weiß nicht wie ich mich verhalten soll. Ich will ihm zeigen, dass ich auch anders kann. Fröhlich sein kann, gut gelaunt und lieb. Ich hoffe es wird nocheinmal was.
Ich hoffe es von ganzem Herzen.

Tabaluga

Ihr kennt ihn sicher alle: 
Tabaluga - ein kleiner Drache, für Kinder gemacht. 



Doch ich kann mich immernoch an ihm erfreuen.
Er hat mich schon immer fasziniert. Früher habe ich immer TabalugaTV geschaut. Früher - in Fürth.
Ich hatte total viele "Fanartikel" von ihm. Auch so eine kleine Plüschfigur. Die hab ich immernoch.
Das Musical "Tabaluga und Lilli" liebe ich heute noch, gleich wie früher.

Und die Musik dazu hat mich schon durch viele Zeiten begleitet.
Ich habe von meiner Mama drei CD's "vererbt" bekommen.
("Tabaluga und Lilli", "Tabaluga und die Reise zur Vernunft", "Tabaluga und das Leuchtende Schweigen")
Früher haben sie ihr gehört. Früher hat sie sie immer gehört.
Heute höre ich sie.
Wenn es mir schlecht geht.

Dann helfen sie mir, mich wieder aufzubauen.
Daran zu denken, was wichtig ist im Leben.
Wozu ich kämpfe. Wozu ich diesen ganzen Scheiß ertrage.

Ich kann mich in dieser Musik, in dieser Geschichte verlieren.
Wie ein kleines Kind, das an solch eine Wirklichkeit glaubt.
Es steckt so viel Wahrheit, so viel Weisheit in dieser Geschichte, in den Liedern.
Ich habe es erst mit den Jahren erfahren. Früher war es eine schöne Geschichte.
So ein kleiner mutiger Drache. Ich habe ihn bewundert.
Heute schenkt es mir immer wieder neue wichtige Erkenntnisse.

Eins der wenigen Dinge, die ich noch von meiner Mama habe.
Ich werde sie behalten, und immer wenn ich sie höre, kann ich mich an die schöne Zeit erinnern.
Für eine kurze Zeit diese schmerzende Realität vergessen und träumen.

Eis im September

Wieder mal aufgewacht
Wieder mal nachgedacht
Wie es hieß, das Gefühl
Welches nie mehr so sein
will wie früher
Es tut weh das zu hör'n
Ich kann nur noch zerstör'n
Ich wär gerne geliebt
Doch wer nimmt und nie gibt
Wird allein sein

Und wenn dich gar nichts mehr bewegt
Freude nicht und Leid
Eis im September
Wenn dein Herz nicht schneller schlägt
Weil dich nichts mehr freut
Dann musst du's ändern
Eis im September
Ist noch jung wie die Erinnerung
An Sommertage

Manchmal wird es mir klar
Seltsam, aber wohl wahr
Dass du nur jemand bist
Wenn da noch jemand ist
Der dich lieb hat

Und wenn dich gar nichts mehr bewegt
Freude nicht und Leid
Eis im September
Wenn dein Herz nicht schneller schlägt
Weil dich nichts mehr freut
Eis im September
Eis im September
Ist noch jung wie die Erinnerung
An Sommertage

Und noch eins, das ich vermisse
Selbst der Schmerz tut nicht mehr weh
Wie zu mir muss ich zu andern sein
Denn ich leide selbst
Und muss dich lieden sehn

Und wenn dich gar nichts mehr bewegt
Freude nicht und Leid
Eis im September
Wenn dein Herz nicht schneller schlägt
Weil dich nichts mehr freut
Eis im September
Eis im September
Ist noch jung wie die Erinnerung
An Sommertage

Eis im September
Eis im September


(Eis im September - Peter Maffay, Tabaluga und Lilli)

Wenn du nicht mehr da bist, geht ein Teil von mir.



Ich könnte heulen. Heulen und heulen und heulen und am besten nicht mehr aufhören.
Dabei war das so ein schöner Nachmittag.
Im Kreise der Familie, ein paar Stunden nicht an ihn denken. Jedenfalls der Versuch.
Der nicht ganz geklappt hat. Aber ein bisschen.
Und jetzt hab ich auch noch Hasenallergie. Obwohl ich früher selber einen hatte. Logik?

Ich will ihn. So sehr. Aber wenigstens weiß ich jetzt was ich alles falsch gemacht habe.
Und dass ich es nicht gewürdigt habe. Diese schöne, wunderschöne Zeit.
Ich habe es für selbstverständlich genommen. Aber das war es nicht.
Und falls es nochmal zu so einer Chance kommen sollte, weiß ich, dass ich jede Sekunde genießen werde.
Und falls nicht, dann weiß ich was ich bei einem anderen Mann besser machen kann.
Aber ich will ihn, und keinen anderen. Das weiß ich jetzt.
Zu spät liebe J.

Aber das kann es doch nicht gewesen sein.
Das kann doch nicht das Ende sein.
Bitte nicht. Ich hab doch erst das Glück gefunden.
Bitte tu mir das nicht an.

Und er liebt sie.

Langsam wird mir wieder bewusst wie sich wirkliche Traurigkeit anfühlt.
Traurigkeit gegen die man nichts tun kann.
Traurigkeit, die die Sinne betäubt.
Traurigkeit, die mich wieder tief in dieses schwarze Loch hinabführt.
Das Loch reißt auf und will mich wieder in sich hinabziehen.
Aber ich will nicht schon wieder kämpfen.
Dieses Mal nicht. Es hat gereicht. Ich habe schon zu oft gekämpft.
Bin schon zu oft die glatten Wände hochgeklettert, um nur wieder ein bisschen von diesem Licht zu sehen.
Dieses Mal habe ich keine Kraft mehr um zu kämpfen.
Wenn ich jetzt falle, bleibe ich liegen.
Ich werde nicht mehr klettern, nicht mehr kämpfen.
Ich werde mich einfach nur hinlegen und alles an mir vorbeiziehen lassen. 
Dann ist es vorbei. Dann hat es mich wieder. Dieses schwarze Loch.

Ich hätte nicht gedacht, dass es mich so mitnimmt.
Ich vermisse ihn. Ich habe schon lange nicht mehr jemanden so vermisst, wie ihn jetzt.
Alles sehnt sich nach ihm.
Das war schon lange nicht mehr da. Dieses Vermissen. Dieses Sehnen mit allen Sinnen.
Und die Hoffnung, dass wir nochmal eine Chance kriegen, ist sehr gering.
Selbst wenn er über sie hinweg ist, bin ich stark am zweifeln, dass er mich noch wollen würde.
Ich bin einfach nur zu jung, zu albern, zu melanchonisch, und er liebt sie.

And you can't fight the tears, that ain't coming. Or the moment of truth in you lies.

"Welch Ironie des Schicksals, dass es mit dem Hemd endet, mit dem es begonnen hat." 

Ich frage nicht warum du das getan hast. Oder wie es jetzt weitergehen soll. Ob es nochmal eine Chance gibt, oder es jetzt und hier wirklich endet. Ich frage nicht, ob ich dir wirklich irgendwas bedeute, oder das nur leere Formulierungen waren. Ich frage dich auch nicht, ob es in absehbarer Zeit sein wird, oder gar nicht.
Ich frage dich nur eins: Hast du wirklich daran geglaubt? Hast du diese Lüge, die du dir Tag für Tag vorgemacht hast, wirklich geglaubt? Dachtest du im Ernst, dass es so schnell geht? Dass es überhaupt geht?

Ich hab es dir nicht leicht gemacht, ich weiß. Und es tut mir ehrlich leid. Wahrscheinlich hab ich daraus auch gelernt. Aber das kann doch nicht der Grund gewesen sein!?
Es war doch alles noch gut, gestern, beim Bowlen. Vor diesem .. Gespräch. Ich habe in den letzten Tagen wirklich daran geglaubt, dass das was wird. Mit mir. Mit uns. Ich wollte mich ändern. Ich wollte es dir leichter machen. Doch anscheinend kam diese Erkenntnis zu spät.

Du wusstest es schon, die letzten Wochen. Deshalb warst du auch so komisch. Das hab ich gemerkt, und mich blockiert. Das eine kam auf das andere. Ich kann nur hoffen, dass es für uns noch eine Chance gibt, irgendwann, wenn du über sie hinweg bist.

Du hattest recht, mit fast allem das du sagtest, hattest du recht. Ja, ich kann mich wieder verlieben. Irgendwann, wenn ich ihn vergessen habe, wird das dann Liebe werden. Aber vorher kann ich mich verlieben. Ein kleines bisschen. Und ja, du hast mir mehr bedeutet, als ich mir eingestehen wollte. Ich konnte es zwar erfolgreich zurückhalten. Aber du bedeutest mir trotzdem viel, zu viel, als dass ich es jetzt verdrängen oder abstellen könnte. Und ja, ich konnte sogar wieder weinen.
Ich habe gestern geweint, nachdem du weg warst. Das erste Mal seit.. seit fast 8 Jahren. Wegen dir, aber auch wegen Mama, und den Erinnerungen, die der Besuch meines Opas gestern aufwirbelte.
Trotzdem. Es ist das erste Mal, dass ich auch wegen etwas anderem weine. Wegen einem Jungen. Wegen dir.

Es war erleichternd. Diese Erleichterung habe ich schon lange, sehr lange nicht mehr gefühlt. Ich fühle mich besser, und gleichzeitig schlechter.
Irgendwas habe ich daraus gelernt, aus uns, aus .. aus dem ganzen. Ich weiß zwar noch nicht was, aber irgendwas habe ich gelernt, irgendwas hat sich in mir verändert.
Dafür danke ich dir.

Jetzt kann ich nur hoffen, dass wir irgendwann doch noch eine Chance kriegen. Diese werde ich nutzten, das versprech ich dir. Ich werde dir zeigen, dass ich auch anders kann. Und ich hoffe, dann wird alles gut.

Bis dahin, werde ich ihn Gedanken bei dir sein, und ich will versuchen es zu behalten, dieses kleine Flämmchen das dort drinnen, irgendwo ganz tief drinnen, für dich brennt.


Träumer oder Realist?


Ich habe manchmal Angst zu rational für ihn zu sein. 
Es ist nicht so, dass er jetzt der totale Träumer ist. 
Aber ich bin ganz und gar keine Träumerin. 
Ich hasse Träume, die nie in Erfüllung gehen können. 
Und ich bin der Meinung, dass der Traum, den ich von der Liebe hatte - früher, vor Jahren - ganz bestimmt nicht in Erfüllung gehen wird. 
Genau deshalb sehe ich die Dinge nüchtern und klar. 
Ich will nicht heiraten. Ich will keine Kinder. 
Ich habe Angst keine gute Mutter zu sein. Mich nerven jetzt schon kleine, schreiende Kinder. 
Klar sind sie auch süß. In einem gewissen Alter. Aber der Rest ist purer Stress. Und darauf habe ich keine Lust. 
Außerdem denke ich immer daran, dass ich mal Schauspielerin sein will. Da ist heiraten und Kinder eher hinderlich. 
Okay, wahrscheinlich klinge ich gerade total hart und karrieregeil. Aber ich muss Prioritäten setzten. 

Er will früher oder später heiraten und Kinder bekommen.
Dass ich diejenige bin, mit der er sich das wünscht, daran denke ich schon gar nicht. So lange werde ich nicht mit ihm zusammenbleiben. Das weiß ich. 
Aber allein dieser Unterschied ist schon groß. Und der Abgrund der sich auftut wird immer größer. Es ist ja nicht nur das. Es sind auch noch die ganzen anderen kleineren und größeren Unterschiede, die mir Angst machen. 
Selbst wenn ich nicht daran denke, dass das die ewige Beziehung wird, würde ich doch gerne zwei bis drei glückliche Jahre mit ihm verleben. Vielleicht auch mehr, man weiß ja nie. 
Aber trotzdem, es ist einfach so komisch. Alles. Es ist neu und ich bin noch unerfahren. 

Und ja verdammt, ich habe Erwartungen. Ich weiß, dass ich eigentlich keine haben dürfte, und er sagt es mir auch immer und immer wieder, man soll keine Erwartungen haben, denn dann wird man früher oder später enttäuscht. Pff, als ob er MIR sowas sagen sollte. Als wüsste ich das nicht schon längst. 
Warum handle ich also mal wieder gegen meinen Verstand? 

Reine Dummheit. Und ein kleines bisschen Sehnsucht.

Und keiner versteht es - keiner.

Heute war mein Opa aus Fürth da. Ich habe mich schon die ganze Woche auf diesen Tag gefreut. Er war schon ewig nicht mehr da, und das letzte Mal hab ich ihn bei meinem Überraschungsgeburtstagsbesuch im Februar gesehen. Kam mir auch wie eine kleine Ewigkeit vor.
Und jetzt bin ich wieder ein kleines bisschen geheilt. Jedenfalls für eine kurze Zeit. Bis Pfingsten muss ich dann wieder warten, dann gibts Generalüberholung.
Ich weiß nicht, ob ich es schonmal erzählt habe. Aber wenn ich eine längere Zeit nicht in Fürth war, werde ich extrem aggressiv, genervt, gestresst, traurig, melanchonisch - sinke wieder in ein totales Tief.
Dann weiß ich es wird wieder Zeit nach Fürth zu gehen. Das ist dann wie Kur für mich. Eine Erholung auf ganzer Linie. Dann kann ich wieder eine Zeit lang in dieser verlogenen Welt mitspielen, ohne mich selbst kaputt zu machen.
Fürth ist wie mein Ruhepol. Meine Atempause in einem Marathon. Meine Welt, in der ich die Hauptperson bin. Ich liebe Fürth. Alles daran. Die Straßen, die Luft, den Lärm, die Geschäftigkeit, und am allermeisten die schönen Altbauten. In Fürth, wo fast alle Häuser noch aus Altbauten bestehen, fühle ich mich in Häusern auch nicht so eingeengt. Da sind die Decken noch schöne 3,20 m hoch. Nicht so wie hier und überall sonst in den neuen Häusern, die 2 m irgendwas. Da hab ich anfangs sogar Platzangst bekommen. Jetzt hat es sich gelegt. Doch ich liebe diese schönen hohen Decken.


Ach, ich krieg schon wieder totale Sehnsucht. Ich wär am liebsten mit ihm zurück gefahren.
Doch ich muss noch warten.
Aber ich habe heute mal wieder gemerkt, wie sehr ich ihn liebe. Mein Opa macht so viel für mich. IST so viel für mich. Wenn er stirbt, bricht die Welt ein zweites Mal für mich zusammen. Doch daran möcht ich jetzt nicht denken, daran kann ich noch gar nicht denken.
Ich werde jetzt noch ein bisschen in Erinnerungen ans schöne Fürth schwelgen und heute Abend gehts dann Billiard spielen. :)

Ferienvegitation

Ich hasse es Ferien ungenutzt verstreichen zu lassen.
Eigentlich wollte ich mal wieder so richtig was schaffen.
Will heißen: Viel für die Schule lernen + ganz viel lesen.
Und Sport, viel viel viel Sport und immer schön ins Fitnesstudio gehen.
Naja. Bis jetzt siehts ziemlich mau aus.
Keine wirkliche Motivation.
Keine Lust auf gar nichts.
Stress mit ihm. Oder eher Ungewissheiten.
Und ich will einfach nur dass es Donnerstag, der 8. ist.
Dann fängt endlich mein Schauspielunterricht an=)
Wie ich jetzt schon das Theater vermisse (Knapp 5 Tage seit der letzten Aufführung sind vergangen ;D)

Ich krieg noch nichtmal einen gescheiten Eintrag hin. Vollkommenens Dahinvegitieren.
Aber morgen wird sich aufgerüttelt. Dann kommt mein Opa zu Besuch und Abends wahrscheinlich Pärchentreffen mit meiner Besten + ihren Freund, und A. Mal schaun.
Danach kommt aber ein produktives Wochenende + eine produktive Woche. Jaja.
Und vielleicht auch mal wieder produktive Beiträge ;)

Bis dahin, arriverderci ihr Lieben (: