
Nunja, M. Er ist nicht sonderlich hübsch, aber auch nicht hässlich. Warscheinlich ist er nicht gerade die Art von Junge, dem jedes Mädchen sofort hinterher schauen würde. Er ist normal.
Aber für mich, ist er wunderschön. Ich weiß nicht warum, und das kam auch erst so mit der Zeit.
Ich fühlte mich von Anfang an angezogen von ihm. Ich lernte ihn kennen. Und lieben.
Besagter Geburtstag, war also der Tag, an dem ich ihn kennenlernte. Danach schrieben wir oft, und sahen uns auch einige Male in der Stadt. Es war.. nunja eine normale Freundschaft. Anfangs.
Er war hilfsbereit, nett, aufmerksam, humorvoll. Er war der erste Junge, mit dem ich mich so richtig gut unterhalten konnte. Bei ihm war ich nicht das schüchterne kleine 14-Jährige Mädchen. Ich habe mich gleichwertig gefühlt, und das war bei meinem (auch heute noch vorhandenem) Minderwertigkeitskomplex, eigentlich nicht normal.
Ich hab gar nicht so richtig gemerkt, was mit mir geschah. Nach ungefähr 2 Monaten (es war der 12.10.07) trafen wir uns auf einer Party wieder.
Anfangs war ich die ganze Zeit mit meiner Freundin weg. Tanzen, trinken, das eben.
Irgendwann war ich leicht betrunken (was damals noch schnell ging) und meine Freundin weg.
Ich suchte sie und stand plötzlich wieder vor ihm.
Er saß auf einer Bank und schaute mich mit diesem Blick an, bei dem ich heute noch ganz weich werde.
Es war wie ein Feuerwerk in meinem Bauch, wie zehntausende Schmetterlinge, die einen Freudentanz aufführten.
Ich fragte ihn ob er L. gesehen hat, woraufhin er verneinte. Nebenbei stellte er mir noch meinen späteren ersten Freund vor (N.). Mit ihm unterhielt ich mich noch kurz, und setzte mich dann zu M.
Wir redeten ein bisschen über dies und das, hörten der Musik zu, und irgendwann lehnte sich mein Kopf ganz von selbst an ihn, und er legte meinen Arm um mich.
Es war wunderschön. Nur diese kleine Geste.
Ich erinnere mich noch genau, es lief gerade Self Esteem von den Offsprings. Noch heute mein unumstrittenes Lieblingslied. Aber dazu später.
Nach einiger Zeit geschah es dann. Wir küssten uns. Es war ... unbeschreiblich. Noch eine Steigerung von allem, was ich bisher erlebt hatte. Da merkte ich, dass ich mich in ihn verliebt hatte.
Es vergingen noch ein paar Stunden, die mir wie Minuten vorkamen, doch dann musste ich gehen.
Er verabschiedete mich noch, und schaute mir dabei diesem Blick, den ich so liebe, in die Augen.
Mir war als würden meine Knie weich, und ich wollte am liebsten, dass der Abend nie endete.
Er machte mich darauf aufmerksam, dass Self Esteem lief, und sagte mit einem Schmunzeln, dass dies ja das einzige Lied sei, dass ich von denen habe. Dazu muss gesagt werden, dass wir bei einem unserer Gespräche auf diese Band gekommen sind und er total schockiert war, dass ich (fast) keines ihrer Lieder kannte. Woraufhin er mir ungefähr alle Alben schickte. Das einzige, dass ich hatte, war Self Esteem.
Allein dass er sich das gemerkt hat, war für mich so wichtig. Es zeigte mir, dass er Interesse an mir zeigte.

Damals war es für mich ein Zeichen, meine ausgeblutete Seele lechzte förmlich danach, dass ihr jemand, Aufmerksamkeit, Zärtlichkeit, Liebe schenkte. Ich war glücklich.
In den zwei Wochen, die daraufhin folgten, bis ich ihn wieder traf, war ich so glücklich, wie noch nie. Ich war danach nie wieder so glücklich. Und ich hatte viele Chancen dazu, in den vergangenen zwei Jahren. Aber kein Ereignis, nichts, reichte an dieses Gefühl heran.
Es war seitdem auch das erste und letzte Mal, dass ich verliebt war. M. ist sozusagen meine erste große Liebe gewesen. Ihn werde ich nie vergessen. Und ich habe die, zwar ziemlich naive und eher unerreichbare, Hoffnung, dass wir eines Tages unser Glück finden dürfen.

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