I wish you could read this.

Über zwei Monate kenne ich dich jetzt schon. Die Zeit kommt mir länger und kürzer zugleich vor. Kürzer, weil sie so schnell um war, länger, weil sie eine der schönsten bis jetzt war. Auch wenn es mir jetzt erst gegen Ende auffällt.
Ich habe es dir und mir nie leicht gemacht. Wir hatten es aber auch nicht wirklich leicht. Und doch hast du dir so viel Mühe mit mir gegeben. Ja, aber ich habe es verspielt. Wie ich es immer verspiele. Es tut mir leid. Für dich, wegen der verlorenen Zeit und dem Mehr an Verwirrtheit. Für mich, weil ich etwas kostbares verspielt habe.
Es hätte klappen können. Ich hätte mich verlieben können. Ich mag dich schon zu sehr, als dass es nur auf Freundschaft aus geht. Ich hätte es gerne weitergeführt, aber gleichzeitig habe ich es auch beendet.

Ich würde diese Zeit am liebsten wegstecken. Vergraben in die hinsterste Ecke meines Herzens, da, wo auch schon M. liegt. Vergraben, vergessen, verdrängen. Nie wieder rausholen. Nie wieder nachdenken. Nie wieder Hoffen. Ein sauberer Schnitt, dann fließt auch kein Blut. Und keine Tränen.
Doch irgendetwas in mir sagt, dass ich das noch nicht kann. Dass eine winzige, verkappte Hoffnung noch da ist, die sich dich wünscht. Mit allem. Die denkt, irgendwann vielleicht einmal.
Aber ich weiß doch, dass du nicht willst. Und keine Angst, ich werde sie zum Schweigen bringen. Ich werde dich damit nicht belästigen.

Ja, gerade jetzt, wo ich dieses zarte Pflänzchen in mir wieder entdeckt habe, nachdem es eine sehr lange Zeit von dunkler, schwarzer Erde bedeckt war, jetzt muss ich es wieder zuschütten. Eigenhändig, mit frischer, schwarzer Erde.
Ich will es auch nicht wieder ausgraben. Nicht in nächster Zeit, am besten gar nicht mehr. Es wird mich an dich erinnern. Immer und immer wieder, wenn ich es anschaue.
Ich werde mich auf das Wesentliche konzentrieren. Auf Schule und Theater. Ich will weiterkommen, werde ehrgeizig sein. Werde es schaffen. Daran besteht kein Zweifel.

Wie heißt es so schön? "Pech in der Liebe, Glück im Spiel" Ich deute Spiel jetzt einfach mal als Beruf. Oder auch als alles andere, was nicht mit Liebe zu tun hat. Dann trifft dieser Spruch vollkommen auf mich zu. Ich habe in allem Erfolg, das ich mir vornehme. Nur die Liebe, die mag mich nicht.

Du hast die Angst geschürt. Die Angst in mir, die lodert wie ein Feuer. Mit tausend Flammenfinger greift sie nach dem zarten Pflänzchen. Deswegen muss ich es mit Erde verschütten. Es schützen. Es nie wieder rausholen. Dich vergessen, ihn vergessen. Nie wieder jemanden daranlassen.

Ich wünschte, du könntest das lesen. Ich wünschte ich könnte dir all dies sagen. All diese Dinge von der Seele reden. Mich frei reden. Mich leer reden. Bis nichts mehr da ist. Dir alles anvertrauen.
Das würde es leichter machen. Wenn du alles weißt, könntest du mir die Hoffnung nehmen. Dann wäre es leichter. Viel leichter.

Goodbye, my love.


3 Kommentare:

  1. wow. ich 'fühle' gerade fast das selbe wie du. und ich weiß, das kaum tröstende worte helfen, aber fühl' dich zumindest virtuell gedrückt!

    "Wenn du alles weißt, könntest du mir die Hoffnung nehmen."

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  2. so schön geschrieben :/

    ich wünschte ich hätte mehr zeit damit ich all deine posts immer lesen könnte und dir ganz viele kommentare schreiben könnte ._.


    du bist echt einer meiner lieblingsblogs :-*:-*

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  3. schöner text, ich kenn das alles viel zu gut :/ ich wünsch dir echt sehr, dass es irgendwann klappt!

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