Heute war mein Opa aus Fürth da. Ich habe mich schon die ganze Woche auf diesen Tag gefreut. Er war schon ewig nicht mehr da, und das letzte Mal hab ich ihn bei meinem Überraschungsgeburtstagsbesuch im Februar gesehen. Kam mir auch wie eine kleine Ewigkeit vor.
Und jetzt bin ich wieder ein kleines bisschen geheilt. Jedenfalls für eine kurze Zeit. Bis Pfingsten muss ich dann wieder warten, dann gibts Generalüberholung.
Ich weiß nicht, ob ich es schonmal erzählt habe. Aber wenn ich eine längere Zeit nicht in Fürth war, werde ich extrem aggressiv, genervt, gestresst, traurig, melanchonisch - sinke wieder in ein totales Tief.
Dann weiß ich es wird wieder Zeit nach Fürth zu gehen. Das ist dann wie Kur für mich. Eine Erholung auf ganzer Linie. Dann kann ich wieder eine Zeit lang in dieser verlogenen Welt mitspielen, ohne mich selbst kaputt zu machen.
Fürth ist wie mein Ruhepol. Meine Atempause in einem Marathon. Meine Welt, in der ich die Hauptperson bin. Ich liebe Fürth. Alles daran. Die Straßen, die Luft, den Lärm, die Geschäftigkeit, und am allermeisten die schönen Altbauten. In Fürth, wo fast alle Häuser noch aus Altbauten bestehen, fühle ich mich in Häusern auch nicht so eingeengt. Da sind die Decken noch schöne 3,20 m hoch. Nicht so wie hier und überall sonst in den neuen Häusern, die 2 m irgendwas. Da hab ich anfangs sogar Platzangst bekommen. Jetzt hat es sich gelegt. Doch ich liebe diese schönen hohen Decken.
Ach, ich krieg schon wieder totale Sehnsucht. Ich wär am liebsten mit ihm zurück gefahren.
Doch ich muss noch warten.
Aber ich habe heute mal wieder gemerkt, wie sehr ich ihn liebe. Mein Opa macht so viel für mich. IST so viel für mich. Wenn er stirbt, bricht die Welt ein zweites Mal für mich zusammen. Doch daran möcht ich jetzt nicht denken, daran kann ich noch gar nicht denken.
Ich werde jetzt noch ein bisschen in Erinnerungen ans schöne Fürth schwelgen und heute Abend gehts dann Billiard spielen. :)

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