Und er liebt sie.

Langsam wird mir wieder bewusst wie sich wirkliche Traurigkeit anfühlt.
Traurigkeit gegen die man nichts tun kann.
Traurigkeit, die die Sinne betäubt.
Traurigkeit, die mich wieder tief in dieses schwarze Loch hinabführt.
Das Loch reißt auf und will mich wieder in sich hinabziehen.
Aber ich will nicht schon wieder kämpfen.
Dieses Mal nicht. Es hat gereicht. Ich habe schon zu oft gekämpft.
Bin schon zu oft die glatten Wände hochgeklettert, um nur wieder ein bisschen von diesem Licht zu sehen.
Dieses Mal habe ich keine Kraft mehr um zu kämpfen.
Wenn ich jetzt falle, bleibe ich liegen.
Ich werde nicht mehr klettern, nicht mehr kämpfen.
Ich werde mich einfach nur hinlegen und alles an mir vorbeiziehen lassen. 
Dann ist es vorbei. Dann hat es mich wieder. Dieses schwarze Loch.

Ich hätte nicht gedacht, dass es mich so mitnimmt.
Ich vermisse ihn. Ich habe schon lange nicht mehr jemanden so vermisst, wie ihn jetzt.
Alles sehnt sich nach ihm.
Das war schon lange nicht mehr da. Dieses Vermissen. Dieses Sehnen mit allen Sinnen.
Und die Hoffnung, dass wir nochmal eine Chance kriegen, ist sehr gering.
Selbst wenn er über sie hinweg ist, bin ich stark am zweifeln, dass er mich noch wollen würde.
Ich bin einfach nur zu jung, zu albern, zu melanchonisch, und er liebt sie.

And you can't fight the tears, that ain't coming. Or the moment of truth in you lies.

"Welch Ironie des Schicksals, dass es mit dem Hemd endet, mit dem es begonnen hat." 

Ich frage nicht warum du das getan hast. Oder wie es jetzt weitergehen soll. Ob es nochmal eine Chance gibt, oder es jetzt und hier wirklich endet. Ich frage nicht, ob ich dir wirklich irgendwas bedeute, oder das nur leere Formulierungen waren. Ich frage dich auch nicht, ob es in absehbarer Zeit sein wird, oder gar nicht.
Ich frage dich nur eins: Hast du wirklich daran geglaubt? Hast du diese Lüge, die du dir Tag für Tag vorgemacht hast, wirklich geglaubt? Dachtest du im Ernst, dass es so schnell geht? Dass es überhaupt geht?

Ich hab es dir nicht leicht gemacht, ich weiß. Und es tut mir ehrlich leid. Wahrscheinlich hab ich daraus auch gelernt. Aber das kann doch nicht der Grund gewesen sein!?
Es war doch alles noch gut, gestern, beim Bowlen. Vor diesem .. Gespräch. Ich habe in den letzten Tagen wirklich daran geglaubt, dass das was wird. Mit mir. Mit uns. Ich wollte mich ändern. Ich wollte es dir leichter machen. Doch anscheinend kam diese Erkenntnis zu spät.

Du wusstest es schon, die letzten Wochen. Deshalb warst du auch so komisch. Das hab ich gemerkt, und mich blockiert. Das eine kam auf das andere. Ich kann nur hoffen, dass es für uns noch eine Chance gibt, irgendwann, wenn du über sie hinweg bist.

Du hattest recht, mit fast allem das du sagtest, hattest du recht. Ja, ich kann mich wieder verlieben. Irgendwann, wenn ich ihn vergessen habe, wird das dann Liebe werden. Aber vorher kann ich mich verlieben. Ein kleines bisschen. Und ja, du hast mir mehr bedeutet, als ich mir eingestehen wollte. Ich konnte es zwar erfolgreich zurückhalten. Aber du bedeutest mir trotzdem viel, zu viel, als dass ich es jetzt verdrängen oder abstellen könnte. Und ja, ich konnte sogar wieder weinen.
Ich habe gestern geweint, nachdem du weg warst. Das erste Mal seit.. seit fast 8 Jahren. Wegen dir, aber auch wegen Mama, und den Erinnerungen, die der Besuch meines Opas gestern aufwirbelte.
Trotzdem. Es ist das erste Mal, dass ich auch wegen etwas anderem weine. Wegen einem Jungen. Wegen dir.

Es war erleichternd. Diese Erleichterung habe ich schon lange, sehr lange nicht mehr gefühlt. Ich fühle mich besser, und gleichzeitig schlechter.
Irgendwas habe ich daraus gelernt, aus uns, aus .. aus dem ganzen. Ich weiß zwar noch nicht was, aber irgendwas habe ich gelernt, irgendwas hat sich in mir verändert.
Dafür danke ich dir.

Jetzt kann ich nur hoffen, dass wir irgendwann doch noch eine Chance kriegen. Diese werde ich nutzten, das versprech ich dir. Ich werde dir zeigen, dass ich auch anders kann. Und ich hoffe, dann wird alles gut.

Bis dahin, werde ich ihn Gedanken bei dir sein, und ich will versuchen es zu behalten, dieses kleine Flämmchen das dort drinnen, irgendwo ganz tief drinnen, für dich brennt.


Träumer oder Realist?


Ich habe manchmal Angst zu rational für ihn zu sein. 
Es ist nicht so, dass er jetzt der totale Träumer ist. 
Aber ich bin ganz und gar keine Träumerin. 
Ich hasse Träume, die nie in Erfüllung gehen können. 
Und ich bin der Meinung, dass der Traum, den ich von der Liebe hatte - früher, vor Jahren - ganz bestimmt nicht in Erfüllung gehen wird. 
Genau deshalb sehe ich die Dinge nüchtern und klar. 
Ich will nicht heiraten. Ich will keine Kinder. 
Ich habe Angst keine gute Mutter zu sein. Mich nerven jetzt schon kleine, schreiende Kinder. 
Klar sind sie auch süß. In einem gewissen Alter. Aber der Rest ist purer Stress. Und darauf habe ich keine Lust. 
Außerdem denke ich immer daran, dass ich mal Schauspielerin sein will. Da ist heiraten und Kinder eher hinderlich. 
Okay, wahrscheinlich klinge ich gerade total hart und karrieregeil. Aber ich muss Prioritäten setzten. 

Er will früher oder später heiraten und Kinder bekommen.
Dass ich diejenige bin, mit der er sich das wünscht, daran denke ich schon gar nicht. So lange werde ich nicht mit ihm zusammenbleiben. Das weiß ich. 
Aber allein dieser Unterschied ist schon groß. Und der Abgrund der sich auftut wird immer größer. Es ist ja nicht nur das. Es sind auch noch die ganzen anderen kleineren und größeren Unterschiede, die mir Angst machen. 
Selbst wenn ich nicht daran denke, dass das die ewige Beziehung wird, würde ich doch gerne zwei bis drei glückliche Jahre mit ihm verleben. Vielleicht auch mehr, man weiß ja nie. 
Aber trotzdem, es ist einfach so komisch. Alles. Es ist neu und ich bin noch unerfahren. 

Und ja verdammt, ich habe Erwartungen. Ich weiß, dass ich eigentlich keine haben dürfte, und er sagt es mir auch immer und immer wieder, man soll keine Erwartungen haben, denn dann wird man früher oder später enttäuscht. Pff, als ob er MIR sowas sagen sollte. Als wüsste ich das nicht schon längst. 
Warum handle ich also mal wieder gegen meinen Verstand? 

Reine Dummheit. Und ein kleines bisschen Sehnsucht.

Und keiner versteht es - keiner.

Heute war mein Opa aus Fürth da. Ich habe mich schon die ganze Woche auf diesen Tag gefreut. Er war schon ewig nicht mehr da, und das letzte Mal hab ich ihn bei meinem Überraschungsgeburtstagsbesuch im Februar gesehen. Kam mir auch wie eine kleine Ewigkeit vor.
Und jetzt bin ich wieder ein kleines bisschen geheilt. Jedenfalls für eine kurze Zeit. Bis Pfingsten muss ich dann wieder warten, dann gibts Generalüberholung.
Ich weiß nicht, ob ich es schonmal erzählt habe. Aber wenn ich eine längere Zeit nicht in Fürth war, werde ich extrem aggressiv, genervt, gestresst, traurig, melanchonisch - sinke wieder in ein totales Tief.
Dann weiß ich es wird wieder Zeit nach Fürth zu gehen. Das ist dann wie Kur für mich. Eine Erholung auf ganzer Linie. Dann kann ich wieder eine Zeit lang in dieser verlogenen Welt mitspielen, ohne mich selbst kaputt zu machen.
Fürth ist wie mein Ruhepol. Meine Atempause in einem Marathon. Meine Welt, in der ich die Hauptperson bin. Ich liebe Fürth. Alles daran. Die Straßen, die Luft, den Lärm, die Geschäftigkeit, und am allermeisten die schönen Altbauten. In Fürth, wo fast alle Häuser noch aus Altbauten bestehen, fühle ich mich in Häusern auch nicht so eingeengt. Da sind die Decken noch schöne 3,20 m hoch. Nicht so wie hier und überall sonst in den neuen Häusern, die 2 m irgendwas. Da hab ich anfangs sogar Platzangst bekommen. Jetzt hat es sich gelegt. Doch ich liebe diese schönen hohen Decken.


Ach, ich krieg schon wieder totale Sehnsucht. Ich wär am liebsten mit ihm zurück gefahren.
Doch ich muss noch warten.
Aber ich habe heute mal wieder gemerkt, wie sehr ich ihn liebe. Mein Opa macht so viel für mich. IST so viel für mich. Wenn er stirbt, bricht die Welt ein zweites Mal für mich zusammen. Doch daran möcht ich jetzt nicht denken, daran kann ich noch gar nicht denken.
Ich werde jetzt noch ein bisschen in Erinnerungen ans schöne Fürth schwelgen und heute Abend gehts dann Billiard spielen. :)

Ferienvegitation

Ich hasse es Ferien ungenutzt verstreichen zu lassen.
Eigentlich wollte ich mal wieder so richtig was schaffen.
Will heißen: Viel für die Schule lernen + ganz viel lesen.
Und Sport, viel viel viel Sport und immer schön ins Fitnesstudio gehen.
Naja. Bis jetzt siehts ziemlich mau aus.
Keine wirkliche Motivation.
Keine Lust auf gar nichts.
Stress mit ihm. Oder eher Ungewissheiten.
Und ich will einfach nur dass es Donnerstag, der 8. ist.
Dann fängt endlich mein Schauspielunterricht an=)
Wie ich jetzt schon das Theater vermisse (Knapp 5 Tage seit der letzten Aufführung sind vergangen ;D)

Ich krieg noch nichtmal einen gescheiten Eintrag hin. Vollkommenens Dahinvegitieren.
Aber morgen wird sich aufgerüttelt. Dann kommt mein Opa zu Besuch und Abends wahrscheinlich Pärchentreffen mit meiner Besten + ihren Freund, und A. Mal schaun.
Danach kommt aber ein produktives Wochenende + eine produktive Woche. Jaja.
Und vielleicht auch mal wieder produktive Beiträge ;)

Bis dahin, arriverderci ihr Lieben (: