Vorhang auf für: Tennessee Williams *1911 +1983


 "Frauen lieben die Besiegten, aber sie betrügen sie mit den Siegern"

Der US-amerikanische Schriftsteller Tennessee Williams wurde am 26. März 1911 in Columbus, Bundesstaat Mississippi geboren. Sein bürgerlicher Name war Thomas Lanier Williams III, doch wurde er von Freunden auf dem College Tennessee gerufen und nannte sich dann später auch selbst so. Aufgewachsen in schwierigen Familienverhältnissen, studierte er von 1929 bis 1932 an der Columbia University Publizistik und Theaterwissenschaften, doch nach vier Jahren brach er sein Studium ab. 
Tennessee war homosexuell und hatte seine wichtigste und längste Beziehung mit seinem Sekräter Frank Merlo (von 1947 bis 1961), der aber im Jahre 1963 an Krebs starb. Durch diesen Tod stürzte Tennessee in eine 7 Jahre anhaltende Depression. Sein Leben war geprägt von Krankheiten, Tabletten- und Alkoholsucht und Sanatoriumsaufenthalten. Viele Figuren seiner Werke lassen auch, vor allem bezüglich dieser Dinge, autobiografische Züge erkennen, ganz besonders Brick in "Die Katze auf dem heißen Blechdach". 
Tennessee Williams starb im Alter von 71 Jahren (24.2.1983) in einem New Yorker Hotel. Er erstickte am Verschluss eines Medizinfläschchens.


Bald wird es gleichgültig sein, ob man glücklich oder unglücklich ist, weil man für keines von beiden Zeit haben wird. 
Der Neid ist eine sehr positive Eigenschaft. Er treibt viele Menschen zu Leistungen, die sie sonst nie vollbringen würden. 

Williams ist ein versteckter Moralist und ein rebellierender Puritaner. Er versucht in seinen Werken einen ständigen Dualismus zwischen Gewalttätigkeit und Idealismus, zwischen Fleisch und Geist, zwischen Wirklichkeit und Traumwelt, zwischen der realistischen und der phantastischen Ebene aufzuspüren, wissend, dass "wenn man auf der phantastischen Ebene lebt ... und auf der realen funktionieren muss, einem der Spuk im Nacken sitzt." Dennoch wird bei Williams ein ganz anderer Konflikt ausgetragen: der Konflikt zwischen den Wunschträumen der Menschen und der Realität, mit der sie das Leben konfrontiert.
In zahlreichen Einaktern zeigt er die Schicksale von einsamen, verlassenen Menschen, die aneinander vorbeileben, sowieso älteren Menschen, die ihre Wahrheit verdrängen.

Seinen ersten großen Theatererfolg hatte Williams mit "Der Glasmenagerie"(1944). Weitere bedeutende Stücke von ihm sind unterandererm: "Endstation Sehnsucht" (1947), "Die tätowierte Rose" (1950), "Camino Real" (1953), "Die Katze auf dem heißen Blechdach" (1955) und "Und plötzlich im letzten Sommer" (1958).

"Wir alle benutzen einander und nennen es Liebe; und wenn wir einander nicht benutzen können, nennen wir es - Hass"

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