Wenn ein Leben stirbt.

Seit zehn Jahren spiele ich jetzt Handball. Zehn Jahre, in denen Handball teilweise das größte für mich war und meistens einfach so sehr zu meinem Leben dazu gehörte, dass ich mir nur schwer vorstellen konnte, wie es wäre, wenn ich damit aufhören müsste, weil mein Beruf das erfordert. Und nun, viel früher als gedacht, ist es soweit. Ich habe keine Zeit mehr, um diese tolle Sportart auszuüben. Training ging schon seit einem Jahr kaum mehr, nur noch ab und zu, wenn wir donnerstags mal keine Proben hatten. Aber wenigstens konnte ich immer noch zu den Spielen kommen. Aber jetzt, wo wir Damenmannschaft spielen und die Spiele sich zunehmend auf den Abend verlegen, kann ich selbst dahin nicht mehr kommen. Schade, ich hätte das so gern miterlebt - Damenmannschaft. Aber da ich Samstags und Sonntags im Märchentheater spiele und abends dann noch mit meinem anderen Ensemble Auftritte habe, fällt das wohl flach. Deswegen habe ich mich entschieden, mich jetzt aus dem Aktivendienst ganz herauszuhalten. Genau jetzt, wo der Verein wieder anfängt diese Gemeinschaft aufzubauen, die ich in den Anfangsjahren so geliebt habe und die er zwischenzeitlich verloren hatte. Aber ich kann das zeitlich einfach nicht mehr gebacken kriegen und wenn ich sozusagen noch dabei bin, aber kaum mehr zum Training und zu den Spielen kommen kann, wäre es mir nicht fair vorgekommen, als aktive Spielerin eingetragen zu sein. Es ist unendlich schade, weil ich die Mannschaft unglaublich vermisse und auch die Spiele oder überhaupt die sportliche Betätigung jede Woche. Aber ich habe auch gemerkt, dass ich mich, vor allem in den letzten zwei Jahren, von der Mannschaft und den Spielerinnen als Privatpersonen immer mehr distanziert habe. Zum einen hängt das mit der neuen "Handballclique" zusammen, die sich da gebildet hat und mit der und deren Angewohnheiten ich mich nicht mehr identifizieren kann. Und zum anderen mit meinen anderen Freunden, die immer mehr Zeit in Anspruch nahmen und für mich bald wichtiger waren, als die Handballer. Ganz zu schweigen, von meiner fehlenden Zeit natürlich. Ich weiß, dass das die richtige Entscheidung war, aber irgendwie kommt dann doch immer so ein mulmiges, trauriges Gefühl auf, wenn ich an die alte Zeit zurückdenke oder in FB sehe, wie sich die Beziehungen so entwickeln und Freundschaften aufblühen/zerbrechen. Trotzdem sollte ich dem nicht nachhängen, da es für mich in diesem Moment einfach keine andere Alternative gab. Und in zwei Jahren wäre ich sowieso fortgegangen und hätte den Kontakt abbrechen müssen, also warum den ganzen Abschied nicht ein bisschen vorziehen.
Wie sie damals auch sagten: Ich bin immer willkommen und sie freuen sich immer, wenn ich mal wieder mittrainiere oder auf die Spiele komme und sie unterstütze. Ich gehöre immernoch dazu und das zu wissen, ist schon eine ungeheure Erleichterung. Irgendwie.

Kaleidoscope colors turn into your face

Vielleicht hat mein Arzt recht, wenn er sagt, der fehlende Sport tut mir nicht gut. Vielleicht sollte ich mich einfach mal wieder so richtig auspowern, einmal die Woche. Ich weiß zwar noch nicht wie, aber jetzt wo ich durchaus mobil bin und überall hin komme, wird sich da auch noch etwas ergeben. Ich habe das Gefühl, dass da innen drin wie eine Blockade ist, die mich hindert, all die Dinge zu begreifen, die ich gerne wüsste und weiter über meinen Horizont hinaus zu blicken. Es ist ein komisches Gefühl, ein Gefühl, das mir Angst macht.
Aber noch viel mehr Angst macht mir die Tatsache, dass ich diesem Stress nicht entkomme und seinem Gehilfen, den schlechten Gefühlen. Ich fange wieder an, alte Gewohnheiten anzunehmen und meine Nägel danken es mir nicht gerade. Außerdem kommen die Alpträume wieder, denen ich doch eigentlich entwischt zu sein glaubte.

Kindchen, wie die Zeit vergeht!


In genau 12 Stunden und zwanzig Minuten bin ich unglaubliche 18 Jahre alt!

Geschichten, die das Leben schreibt.


Montagetechnik. Und schon wieder dieses ausgebrannt sein. Nicht wissen, wo man anfangen soll und doch am liebsten schon geendet haben. Kein Hier, kein Jetzt. Nur Stress und Hektik. Keine Zeit für mich, nur Verpflichtungen, die mich rufen, mich festhalten und am liebsten nie wieder loslassen wollen. Kleine Karten schreiben, mit diesem Niveaduft vorne drauf. Bilder malen und dazu die Grillen zirpen hören. Keine Zeit für nichts haben und doch eigentlich so viel zu tun. Noch 11 Tage. Und dann? Enttäuschung. Liebe. Immer dieses eine: ganz viel Liebe. Erstaunen, dass es anscheinend doch geht. Sich fragen, wie lange und warum. Fragen verdrängen, weil es doch keinen Sinn hat. Lieber Vergangenheitsbewältigung. Arbeit out, Hanjie in. Sich fragen, wozu das alles? Keine Antwort finden und doch wissen, es muss so sein. Schreiben wollen, aber nicht können. So viel wichtiges zu tun, aber keine Muse, keine Zeit, keine Kraft. Elendiges im Kreis drehen. Geschichten, die das Leben schreibt.