Shirt4Link

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A little Story.


„Wir haben schon so viel zusammen erlebt. Das kann man nicht einfach aufgeben. Es bleibt für immer im Herzen, wie gebrandmarkt. Man wird ihn nicht vergessen. Nie. Und man weiß, tief drinnen im Herzen, dass man ihn immer noch liebt. Irgendwo, irgendwie. Man wird ihn immer lieben. So etwas schweißt zusammen, so etwas kann man nicht einfach vergessen, verdrängen.
Kannst du das verstehen? Aber nein, wie solltest du auch. Wie sollst du verstehen, dass man durchaus zwei Männer lieben kann. Ja ich liebe C. und ja ich liebe D. Aber beide auf eine vollkommen andere Weise. Mit D. verbinde ich alles. Meine Vergangenheit, meine erste Liebe, dieses Glücksgefühl des Verliebtseins, Schmetterlinge im Bauch, Kribbeln auf der Haut, romantische Stunden zu zweit, aber auch Streit. Wir haben alles überstanden. Egal was sich uns in den Weg gestellt hat, wir haben es überwunden. Ich werde ihn immer lieben, er wird immer einen Platz in meinem Herzen haben und ich werde ihn nie vergessen.
Aber diese Liebe ist Vergangenheit. Sie war, aber sie ist nicht mehr. Es ist nur noch ein Abklatsch der Gefühle von damals. Doch sie werden eben nie vergehen.
Dafür habe ich mein Herz nun neu verschenkt. An C. Ja, auch ihn liebe ich, aber diese Liebe ist noch neu, neu und verwundbar. Sie hat noch nicht so viel überstanden, steht noch in den Startlöchern. Wir sind noch in der Phase des Kennenlernens. Sie kann Zeiten überdauern, aber auch in den nächsten Wochen zu Bruch gehen. Alles ist offen und nichts bleibt verschlossen. Dies ist meine Liebe der Gegenwart und vielleicht auch der Zukunft.

Aber verstehst du jetzt? Verstehst du, warum ich so niedergeschlagen, so traurig, so zerrissen bin? Das Herz will beide, doch der Verstand erlaubt nur einen. Wie soll ich mich entscheiden?
Egal wie ich mich entscheide, ich werde immer eine Liebe zurückstoßen. Ich werde einen Teil meines Herzens verleugnen, einen Teil meiner Selbst. Ich kann mich nur gegen mich entscheiden, kann nur einen Teil von mir zerstören. Das halte ich nicht durch, das kann ich nicht.“

Lass los - Dennis Lisk



Wie für mich gemacht.

Mein Problem

Ich weiß nicht was ich falsch mache. Aber das ich etwas falsch mache, das steht fest.
Ich habe mich wirklich schon oft gefragt, warum ich keine Freundschaften, keine wirklich guten Freundschaften, mit Kerlen hinkriege. In denen man Spaß haben kann und gute, ernste Gespräche führt. Mit denen man seine Freizeit verbringt. Den man Anrufen kann, wenn es einem schlecht geht.
Sowas habe ich nicht. Außer mit den zwei Jungs, die mir vielleicht am nähsten stehen.
Den einen kenne ich schon 7 Jahre lang und er war auf der Realschule in meiner Klasse. Mein bester Freund. Doch ich sehe ihn nicht mehr oft nach dem Abschluss, leider. Er arbeitet bei Nintendo, ist die Woche über immer beschäftigt, hat jetzt auch noch eine Freundin, die das Wochenende beansprucht, da sie weit weg wohnt. Es ist schade, aber da kann man nichts machen.
Den anderen kenne ich seit einem Jahr, er ist in der FOS in meiner Klasse. Wenn es mir schlecht geht, rede ich mit ihm. Er tröstet mich, spricht mir Mut zu. Ja, es kommt sehr nahe an eine Freundschaft wie ich sie mir wünsche. Aber sie kommt ihr eben nur nahe. Er ist dafür noch zu, mh naja unreif. Aber dafür total lieb, das muss gesagt sein :)

Nun ja, um auf mein eigentliches Problem zurückzukommen. Wenn ich einen Jungen kennenlerne, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder auf einer Party, was meistens unweigerlich in rummachen endet und somit für eine Freundschaft ausschließt, oder irgendwie anders, was in den Grundzügen schon besser dafür geeignet ist.
Aber warum auch immer, ich weiß es nicht, denken alle Kerle, die ich kennenlerne, ich wollte mit ihnen rummachen, oder wäre in sie verliebt oder sonstwas in der Art. Was die meisten natürlich abschreckt.

Früher war das auch so, ja, da dachte ich das bei jedem Kerl den ich kennenlernte. Doch jetzt ist das nicht mehr so. Schon lange nicht mehr. Aber anscheinend versprühe ich immer noch dieses Gefühl. Und ich kann nichts dagegen tun, dabei hab ich schon wirklich viel ausprobiert.

Ich will doch schließlich nur eine Freundschaft. Einen guten Freund, mehr nicht. Keine Beziehung, kein kompliziertes Verliebtsein, kein was auch immer. Nur Freundschaft. Ganz simple, ganz einfach.
Aber warum versteht das keiner?

Ein Traum, nur ein Traum

Da gibts diesen einen Jungen in meiner Klasse. Er fasziniert mich, irgendwie. Ich weiß nicht warum, er ist nicht sonderlich hübsch. Zwar auch nicht hässlich, aber nicht der Typ, nach dem sich die Mädchen umdrehen.
Er hat Ausstrahlung. Und meiner Meinung nach ist das in dem Alter eher ungewöhnlich.
Er kann super reden. So richtig gekonnt, mit Fachausdrücken, ohne sich zu verhaspeln, in Referate halten ist er spitze. Sowas liebe ich ja an Kerlen.
Er verhält sich immer etwas distanziert gegen uns. Anfangs hatten wir kaum miteinander geredet, jetzt schon öfters. Aber eher so auf die Kumpelhaft-spaßige-Beleidigungs-Art. Das ist schwer zu erklären, aber zwischen ihm, dem anderen Jungen, dem Mädchen und mir (wir verbringen die Pausen immer zusammen) herrscht eigentlich nur dieser Ton. Man lässt die anderen nicht wirklich an sein Privatleben dran, nur Schule und eben dieser Ton.
Ich weiß nicht wirklich viel von ihm. Außer Wohnort, Alter und Name. Wie gesagt, Privatleben spielt bei uns keine Rolle im gegenseitigen Austausch.

Er und der andere Junge sind die einzigen beiden mit denen ich mir etwas vorstellen könnte aus meiner Klasse. (Ich teile Jungs grundsätzlich so ein - muss dann aber nicht wirklich was heißen) Momentan bin ich ja nicht wirklich interessiert an einer Beziehung, aber ich wäre an ihm interessiert. An Kontakt mit ihm, privaten Kontakt. Ich würde gern einfach nur mehr über sein Leben erfahren. Weil er da so distanziert ist, das reizt mich.

Der Grund, weshalb ich das alles erzähle, ist ein Traum von gestern Nacht. Da kam er drin vor. Und wie es mir immer geht mit meinen Träumen, weiß ich nicht mehr worum es ging, nur das wir die ganze Zeit geschäkert haben, und natürlich das vorherrschende Gefühl, das bleibt mir immer im Gedächtnis.
Es ist schwer zu beschreiben. So wie in der Phase bevor man sich küsst. Man schäkert, macht Witze, lacht und weiß doch genau, dass es bald passiert. Man weiß, dass man verliebt ist und will es doch nicht zugeben. Man schaut sich tief in die Augen und kann nur an den anderen denken. Schmetterlinge fahren Achterbahn, jede zufällige Berührung elektrisiert den ganzen Körper.
So ungefähr hat es sich angefühlt. Und es hat sich so richtig angefühlt.

Klar es war nur ein Traum, aber ich könnte mir richtig vorstellen, dass das so passieren kann. Nun ja, ich kenne ihn nicht und vielleicht ist er ja ganz anders. Aber trotzdem, schön wäre es.

Ach es ist hoffnungslos. Kaum bin ich den einen los und froh eine Beziehungsfreie Zeit vor mir zu haben, wünsche ich mir den nächsten herbei. Nur um zu sehen, dass ich ein grundlegendes Problem habe. Ein wirklich schwerwiegendes Problem.