So viel storniert und auf morgen vertagt, so viel gedacht und so wenig gesagt, so viel verschenkt, an den Nagel gehängt.


Und wenn mich die Einsamkeit wieder überkommt und ich in diesem Haus sitze, das eigentlich gar nicht mein Zuhause sein dürfte und daran zurückdenken, wie es früher war. Früher, als ich hierher nur zu Besuch kam und alles so neu war, so beeindruckend. Jetzt ist alles nur Routine, Alltag, es ist alles so normal, gewöhnlich. Jetzt möchte ich nur noch raus hier, früher konnte ich es gar nicht abwarten, wieder her zu kommen. Ich will eine eigene Wohnung und dieses Leben, das ich mir immer wieder erträume. Ich will all meine Wünsche ausleben und endlich mal leben, ohne Zwänge und den ganzen Scheiß.
Aber eigentlich weiß ich gar nicht, was ich will. Jedenfalls in vielerlei Hinsicht nicht. Es sind Träume und Wünsche da, Dinge, die ich irgendwann mal in meinem Leben machen möchte, Sehnsüchte und Hoffnungen, aber ich habe keine Ahnung, was ich eigentlich wirklich will. Das ist ziemlich bedrückend und deprimierend. Oft zieht es mich runter, diese Sinnlosigkeit. Andererseits will ich mir auch keine Gedanken über Sinn und Sinnlosigkeit des Lebens machen. Das ist genauso sinnlos, wie die Frage an sich.
Es geht mir momentan oft so, dass ich nicht weiß, wie ich mich fühle. Ich bemühe mich wirklich optimistischer zu sein, aber ich brauche etwas, dass mich hochzieht. Und momentan,weiß ich wirklich nicht, was das sein sollte.

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