Kennt ihr das? Diese Seins-Krisen, die einen ganz plötzlich überfallen? Ohne ersichtlichen Grund.
Was hat es denn eigentlich für einen Sinn, wenn man all das, was man sich vornimmt, nie erreichen wird. Wenn man es gar nicht erreichen kann. Wofür sollte man denn dann leben? Und wenn einem alles genommen wird, was Bedeutung hat. Wenn nichts und niemand an die leeren Stellen im Herzen nachrückt. Wenn man die glücklichen Momente im Leben nicht auch einmal genießen darf. Wenn du dich nicht mehr freuen kannst, weil du genau weißt, dass deine Träume nicht in Erfüllung gehen.
Da verliert das schöne Lächeln des Jungen, das du jeden Tag so bewundertst, an Glanz. Weil du weißt, dass du viel zu minderwertig für ihn bist.
Da kriegen die vielleicht gar nicht bös gemeinten Sticheleien eine ganz andere Bedeutung. Weil du weißt, dass sie zwar nicht so gemeint sind, aber durchaus einen Funken Wahrheit haben.
Da siehst du die oberflächlichen Freundschaften mit Bekannten in einem ganz anderen Licht. Weil du weißt, dass ihr euch aus den Augen verliert. Und das überhaupt keinen Verlust bedeuten wird.
Da überkommt dich Traurigkeit beim Anblick der Veränderungen deiner Freunde. Weil du weißt, dass sie nie wieder so sein werden, wie früher. Dass sie dich verlassen haben.
Und du denkst zurück, an die Zeit als alles noch in Ordnung schien. Doch schon damals, schon damals nahm das Unglück seinen Lauf. Du fragst dich, was es ist. Was es ist, dass du angestellt hast, damit diese Bestrafung gerechtfertigt ist.
Du erinnerst dich an die schweren Zeiten alter Tage. Und siehst vor dir nur noch mehr dunkle Wolken. Wo ist es, das Glück ferner Tage, das einem versprochen wird? Wo ist der Prinz, der dich begleitet und dich beschützt? Wo ist die Lebensfreude, wo ist dein Kampfgeist geblieben?
Bei einem deiner vielen Liebschaften, die du dir zur Ablenkung genommen hast? Ist er da zurückgeblieben? Oder hat er sich ganz heimlich, still und leise aus dem Staub gemacht, ohne, dass du es bemerkt hättest?
Du weißt es nicht. Und jetzt, jetzt sitzt du hier und schaust mit leeren Augen vor dich hin. Wo ist das Funkeln in den Augen, wo bleibt dein lustiges Lachen? Es ist verschwunden. Dahin, wo alles andere auch ist. Ich nehm dich bei der Hand und will dich führen in dieses Land. Doch du kannst nicht mehr. Du hast keine Kraft mehr.
Und dabei hattest du noch so viel vor. Hattest Träume, Wünsche, Ziele. Du wolltest doch nur leben. Einfach nur leben.


Ich kenne diese Krisen nur zu gut ._. leider.
AntwortenLöschenDanke dir :)
Ja ich werde den Kontakt mal wieder abbrechen.
Ich hoffe für immer.