Aber zum Glück darf ich bald wieder nach Fürth.
Ich merke wie sich langsam wieder eine Auszeit anbahnt. Alles wird mir zuviel, wächst mir über den Kopf.
Ich brauche Ruhe, stille, unbewegte Ruhe.
"Der Knacks, in meinem Kopf, der alles erträglicher macht. Es ist wie, wenn du einen Schalter umlegst. Das heiße Licht geht aus und das kühle geht an. Und dann herrscht Ruhe. Vollkommene Ruhe"
Damit ich einfach mal wieder sortieren kann. Was will ich machen, wie will ich es erreichen, was ist mir wichtig und was brauch ich gar nicht. Ich will meine Schulsachen sortieren, einen schönen Lernplatz schaffen, mit gemütlicher Atmosphäre, viel lernen, zusammenfassen. Ich will lesen, lesen, lesen. Ich hab so viele Bücher, die wollen gelesen werden. Ich brauch einfach wieder Zeit für mich, um die Dinge zu tun, die ich in letzter Zeit vernachlässigt habe. Weil die Zeit ausblieb. Weil sie immer noch ausbleibt.
Selbst die Gewissheit, dass momentan einfach kein Freund in mein Leben passt, schwindet. Ich sehe sie schon an mir vorbeiziehen und mir zuwinken. Das ist das letzte was ich jetzt gebrauchen könnte. Außerdem kenne ich momentan sowieso keinen, der sich eignet. Jedenfalls keiner der mir auch nur annähernd zugeneigt wäre. Es ist doch immer das selbe.
Ich habe nie genug Zeit für mich. Immer irgendwelche Verpflichtungen für andere zu erfüllen. Wie soll man da seine innere Balance finden?
Und tief in mir drinnen wieder dieses Sehnen. Nach M. und dem Anderen.
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