Wenn Träume fliegen lernen.

Wie schnell stirbt man eigentlich, wenn der Kopf platzt? Schlägt das Herz dann noch weiter? Und warum können wir uns nicht um 360 Grad drehen? Wäre das nicht eine nette Gabe?
Ich hasse es, in diesem Haus zu sitzen, zu lesen, Filme zu schauen, zu schlafen und nichts weiter zu machen, als zu hoffen, dass es irgendwann besser wird. Ich brauche Abstand, ich brauche Ruhe, ich brauche ein anderes Zuhause. Weshalb bin ich wohl jeden Abend weg, weshalb schlafe ich wohl so gerne bei meinem Freund. Freund. Freund. Freund. Entweder ganz oder gar nicht, warum belasse ich es nicht dabei? Es ist so kompliziert, da kann ich nicht einfach Schluss machen! Ja ja, sicher. Und: "Während einer Psychotherapie sollte man keine schwerwiegenden Entscheidungen treffen!". Na super. Vielen Dank auch. Und Tschüss.
Natürlich wäre es am einfachsten einfach Adieu zu sagen. Aber auch feige. Und chancenvermasselnd. Und karriereruinierend. Und überhaupt, ein paar wenige habe ich hier ja noch, die mir etwas bedeuten. Aber es ist alles so schwierig und dabei habe ich das alles doch nur gemacht, damit mir endlich geholfen wird. Warum versteht denn keiner, dass ich Hilfe brauche? Was bitte, soll ich denn noch tun, damit ihr das versteht? Ihr Ärzte und Familienmitglieder und sowieso alle, die mir nicht Ernst nehmen. Ihr habt doch keine Ahnung. Und was für keine Ahnung ihr habt. Wenn der Trott immernoch so abläuft, wie vor dem Zusammenbruch, was soll das denn bitte für eine Besserung sein? Trott, welch Ironie. Praxistrott.
Und dann noch diese Träume. Träume, in denen man sich verlieren könnte.

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