Shut up, Baby.

Ich weiß nicht, warum das so ist, aber komischerweise merke ich in den letzten Jahren vermehrt, dass mich diese Riege, der abgefuckten, drogennehmenden, Alkohol trinkenden Menschen immer mehr anzieht. Bemerkbar macht sich das unter anderem dadurch, dass ich so ziemlich auf diese Sorte Mann stehe. Aber naja, ich selbst bin in dieser Hinsicht auch kein Unschuldslamm mehr. Meinen Alkoholkonsum sollte man da schon gar nicht erst reinrechnen. Ich weiß genau, dass das nicht wirklich gesund ist und darum soll es hier eigentlich auch gar nicht gehen. Ich weiß, dass ich nicht Alkoholabhängig bin, aber trotzdem stelle ich mir in letzter Zeit öfters die Frage, warum dem so ist. Ob das einen, den, bestimmten Grund hat, den ich vermute. Oder, ob das "Veranlagung" ist. Es ist dieses "Rebellieren", das mich so anzieht. Dieses "böse" in jenem Sinne. Manchmal, wenn bei mir wieder die Unlust am Leben hochkommt, frage ich mich, warum ich eigentlich immer so weiter mache wie bisher, und warum ich nicht einfach damit aufhöre und ganz in diese Kreise abrutsche. Einfacher wäre es allemal. Aber ich liebe ja schließlich die Herausforderung und vielmehr noch liebe ich das Risiko. Und bei diesen Leuten, bei dieser Art "Leben" empfinde ich dieses Risiko eben in einer interessanten Dosis.
Aber vielleicht ist es auch nur ein unterbewusster Hilfeschrei, den keiner so wirklich hören will. Oder besser gesagt, hören kann. Denn ich bin schon von klein auf Meisterin im Verstecken. Verstecken meiner Gefühle, Gedanken, Bedürfnisse. Und der Zeitpunkt ist schon zu lange verstrichen, als dass ich mich noch bemerkbar machen könnte. Ich frage mich immer, ob irgendwann mal jemand kommt, der bemerkt, was ich hier eigentlich mit meinem Leben anstelle und wie kaputt alles schon geworden ist. Und dann frage ich mich, ob dieser jemand Willens ist, mir zu helfen, ob er es durchhält und vor allem, ob er es schafft.

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