Verdammt, verdammt, verdammt!
Warum habe ich nur dieses verdammte Mitteilungsbedürfnis!?
Ich wollte es ihm doch extra nicht erzählen. Ich hatte so gute Gründe dafür. Überaus plausibel und vernünftig.
Aber nein, ich musste mich natürlich mal wieder nicht daran halten. Wahrscheinlich habe ich damit mehr kaputt gemacht, als dass es gut war.
Natürlich, er will, dass ich mit ihm über alles offen reden kann. Will ich ja auch.
Aber ich habe ihm auch gesagt, dass ich damit ein Problem habe. Dass ich mit Menschen nicht über meine Probleme oder Gefühle oder sonstige Sachen reden kann. Warum hat er es nicht einfach akzeptiert? Warum hat er mich dazu gedrängt es ihm zu erzählen?
Ich könnte mich selber ohrfeigen.
Dieses kurze Aufblitzen in seinen Augen. Er wollte es zwar verbergen, aber ich habe es trotzdem gesehen. Und so weiß ich auch, was er darüber denkt.
Jeder hätte wohl so darüber gedacht. Ein weiterer plausibler und vernünftiger Grund.
Aber wann bin ich den je mal vernünftig? Wann höre ich denn schon mal auf meinen Verstand?
Jetzt heißt es abwarten und Tee trinken. Hoffen, dass es doch nicht so schlimm für ihn ist, wie ich denke. Dass er damit umgehen kann.
Dass jetzt, wo er gerade angefangen hat, mir mehr über seine Ex-Freundin und seine Vergangenheit zu erzählen, dass jetzt noch nicht alles verloren ist.
Eine Hoffnung habe ich noch. Er versteht das falsch. Er begreift nicht die ganze Tragweit dessen, was ich ihm erzählt habe. Er denkt so wie all' die anderen. Unter anderen Umständen würde mich das wurmen. Doch jetzt sage ich: Gut so! Er wird es nicht allzu ernst nehmen. Und ich kann mich in Schweigen hüllen, bezüglich dieser Angelegenheit.

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